Die Erkenntnis vom Einssein


Madhukar: Niemand kann Liebe festhalten. Aber Liebe zu sein, ist einfach. Das Halten und Haben wollen ist schwierig. Liebe zu sein nicht. Dazu gehört gar nichts.

B: Madhukar, können Sie mir bitte zeigen wie ich erkennen kann, dass Sie und ich ein und dasselbe sind?

Madhukar: Nun, ich habe es Ihnen doch jeden Tag gezeigt, zweimal mindestens. Zweimal saßen wir vis a vis. Dann schlossen Sie die Augen und ich schloss die Augen und wir beide verschwanden. Nur Präsenz ist hier. Ist Ihnen das nicht aufgefallen?

B: In manchen Augenblicken ja. Aber die ganze Zeit fällt es mir schwer, in dieser Präsenz zu bleiben.

Madhukar: Ja, dann schlafen Sie. Während ich wie ein Tiger durch die Lande streiche schlafen Sie. Oder träumen. Weil es für den Novizen der Wahrheit unmöglich ist gedankenlos zu sein, wird er vom Meister verwiesen auf Das, auf diese Präsenz, die allem zugrunde liegt. Dann ist es nicht mehr so entscheidend, dass immer noch mentale Aktivität da ist, Gedanke, Traum. Weil Sie bereits informiert sind: Ich bin Das, in dem alles kommt und geht. Dann beeinflusst mentale Aktivität immer noch Alltag, Trauminhalt und Manifestation der Wirklichkeit, aber Sie wissen bereits: Ich bin Das. Eins. Jetzt sind Sie in der körperlichen Präsenz des Gurus. Sie richten sich darauf aus und werden sie nach dem Retreat nützen um nach innen zu gehen. Für mich war das auch anfangs etwas verwirrend, wenn mein Meister sagte, wir sind Eins. Denn nach dem Satsang ging er doch in Richtung seines Hauses und ich ging in meines. Irgendwann hat sich diese Vorstellung von Trennung aufgelöst.

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