Darshan des Geliebten

Besucher: Hallo Madhukar! Ich wollte Sie fragen, was Sie eigentlich machen, wenn Sie uns die ganze Zeit so anschauen? Ich kann es irgendwie verstehen, aber ich würde gern wissen, was Sie so sehen, wenn Sie so gucken.

Madhukar: Die ungefähr zweihundertfünfzig verschiedenen Farben, die wir Menschen unterscheiden können, sind in Wirklichkeit nicht existent. Es gibt keine Farben. Es gibt lediglich Vibration zwischen vierhundert und achthundert Nanometer. Also gewisse Wellenlängen, die das Gehirn überträgt. Bestimmte Neuronen werden gereizt und übersetzen das dann in die Farbe Blau, Kupfer, Schwarz, Weiß.

Wenn jetzt eine Biene fliegt, nimmt sie eine bestimmte Vibration wahr. Das Auge der Biene nimmt wieder andere Farben wahr als unsere Augen, und sie weiß genau, bei dieser Vibration ist Honig, oder erstmal Nektar. Deswegen, wenn ich Sie anschaue, sehe ich den Nektar.

B: Ja, und?

M: Nun, was und? Mein Interesse gilt lediglich dem Honig, dem Honig des Lebens. Sie selbst glauben nicht, dass Sie Nektar sind, dass Sie frei sind. Dass Sie wunderbar sind. Und wenn Sie es glauben ist es meist eine Einbildung des Geistes und zerschellt irgendwann im Laufe des Lebens. Ich weiß, Du bist Nektar und verweise Dich darauf. Du bist Das. Dieser grenzenlose Frieden, diese wunderbare Liebe, die immer ist.

Und was kann der Geliebte tun, als den Geliebten anschauen? Er kann es nicht verhindern. Er sieht den Geliebten überall.
Oder wie sagt der Künstler: Hier bin ich, ich kann nicht anders.




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