Schönheitskur von innen!
3 Comments Published by Madhukar Organisation on Donnerstag, 4. Oktober 2007 at 08:34.
“Komm doch morgen mit,“ schlägt sie vor während sie den herrlich duftenden Apfelkuchen aus dem Ofen holt, “es macht richtig Spaß.”. Ich bin skeptisch. Zu einem Guru zu gehen, das ist doch was für Esoteriker und Hippies, nicht für junge Leute wie mich, die mitten im Leben stehen. Obwohl, die gute Laune, die meine Mutter versprüht seit sie zu Madhukar geht, wirkt richtig ansteckend. Endlich keine Nörgeleien mehr, statt dessen köstlicher Kuchen. Irgend etwas scheint offensichtlich dran zu sein an diesem Mann! Vielleicht sollte ich mir tatsächlich ein eigenes Bild machen, denke ich, als ich mir das erste, noch warme Stück genüsslich in den Mund schiebe. Mit Vorurteilen lässt sich heutzutage nämlich kein Blumentopf mehr gewinnen. Die sind inzwischen mehr aus der Mode, als Gurus jemals sein können. Und da ich sowieso nichts besseres vorhabe, willige ich kurzer Hand ein, meine Mutter am nächsten Tag zu einem Abendmeeting in Stuttgart zu begleiten. Der Saal ist schon so gut wie voll, als wir eintreffen. Überrascht stelle ich fest, dass das Publikum eigentlich ganz normal aussieht. Kein Tüchertanz im Flatterrock, keine Birkenstocklatschen und keine (oder kaum) Hanfrucksäcke mit bunt aufgenähten indischen Zeichen. Es ist, entgegen meiner Erwartungen, doch keine Versammlung von Ökos und 68er-Freaks. Viele der Gäste sind sogar richtig chic. Gerade will ich anfangen verunsichert an meiner verwaschenen Benetton-Stoffhose rumzuzupfen - ich wollte hier ja nicht unnötig auffallen- als ein lieblich vorbeischwebender Duft meine Aufmerksamkeit völlig in seinen Bann zieht. Weiße Lilien! Meine Lieblingsblumen! Große Sträuße zieren zu beiden Seiten das helle, mit orangefarbenen Kissen dekorierte Sofa, das am oberen Ende des Raumes aufgebaut ist. Davor, in halbkreisförmiger Anordnung, sitzen ein paar der Gäste auf Kissen. Das Ambiente hat Stil, das gefällt mir! Während meine Mutter vorne auf einem Kissen platz nimmt, suche ich mir einen der Stühle im hinteren Teil aus und warte gespannt, was passiert. Es ist still. Die Stimmung fast andächtig. Auf kleinen Tischen neben dem leeren Sofa, das von Einigen wie in Trance angestarrt wird, brennen Kerzen. Die Anderen sitzen entspannt da, lächelnd, mit geschlossenen Augen, oder konzentriert in Meditationshaltung. Ein wenig bizarr ist das Ganze ja schon. Langsam werde ich ungeduldig.
Dann endlich betritt Madhukar den Raum. Seine Erscheinung zieht sofort alle Blicke auf sich. Zu recht, wie ich finde. Er ist äußerst attraktiv, sieht jung aus, elegant gekleidet und widerspricht damit absolut dem verstaubten Bild, das ich bis dahin von einem spirituellen Meister hatte. Die Leute auf den Kissen verneigen sich tief, und auch einige Andere falteten selig die Hände. Irritiert von dieser unerwarteten Geste bin ich kurz davor auf zu springen und hektisch die Flucht zu ergreifen. Schnell raus, bevor es zu spät ist! Doch es ist schon zu spät, und widerwillig bleibe ich auf meinem Stuhl hocken. Es wird ja nicht all zu lange dauern, beruhige ich mich. Nach einer Stillephase, in der meine Gedanken sich überschlagen, und die mir wie eine Ewigkeit vorkommt, setzt Madhukar zum “Om” an, worin alle einstimmen. Der lang gezogene, tiefe Klang vibriert durch den Saal und wirkt angenehm beruhigend. Lächelnd schaut der Meister in die Runde. “Bitte schön. Wie kann ich Ihnen dienen?”
Die folgenden Stunden vergehen wie im Flug. Menschen kommen mit Fragen nach vorne und oft habe ich das Gefühl, dass genau meine Themen angesprochen werden. Konzentriert wie selten, sauge ich jedes Wort auf. Es ist faszinierend, wie die klare, liebevolle Art Madhukars scheinbar alle gedanklichen Verschlingungen entwirrt. Die anfangs oft als problematisch geschilderte Lebenssituation wird schlagartig so einfach, dass die Fragenden mehrfach in lautes, erleichtertes Lachen ausbrechen. Und mit ihnen das gesamte Publikum. Die Stimmung im Saal wird zunehmend unbeschwerter. Auch meine anfängliche Anspannung weicht der allgemeinen Heiterkeit. Ich fühle mich frei, sorglos, voller neuer Energie. Was ist geschehen? Musik wird gespielt. Beschwingt springe ich auf und beginne zu tanzen. Teils in sich versunken, teils wild umher springend, bewegt sich Jung wie Alt ausgelassen zu den Klängen. Ein Gefühl tiefen Glücks durchströmt mich, als ich die Schönheit jedes Einzelnen von ihnen erkenne, und spüre, dass alles genauso gut ist wie es ist. Ich schaue zu Madhukar hinüber, der immer noch auf seinem Sofa sitzt. Unerwartet treffen sich unsere Blicke. Seine leuchtend blauen Augen ziehen mich magisch an, ich falle in sie hinein und schwimme plötzlich in einem Meer von Liebe und Frieden. Dieser Blick geht durch mich durch. Und er trifft direkt ins Herz.
Labels: Erfahrungsberichte
Ich rieche den Apfelkuchen, kriege Pfützchen auf der Zunge und es ist mir als ob ich gerade im Satsang sitze. Ein volles Herz.
Danke.
ich komme wieder - ja - und bin jetzt da bzw. hier, danke
Liebe
Liebe
Liebe
überall
in Dankbarkeit für diesen Bericht
der DAS nicht besser hätte treffen können
dieses Mysterium
von Liebe
Nichts-Tun
Sein
das wirkungsvoller ist als all unser "Schaffe"
Liebesgrüsse
an Sybille