Tanz in den Mai - Event mit Madhukar in München am 30. April!
7 Comments Published by Madhukar Organisation on Donnerstag, 26. April 2007 at 13:33.wir freuen uns sehr, Sie heute zu einem ganz besonderen Event mit Madhukar in München einladen zu dürfen:
Meeting mit Madhukar in München
19 - 22 Uhr Eintritt frei !!!
.... und im Anschluß "Tanz in den Mai"
Studio Freitänzer, Euckenstrasse 15, U-Bahnhaltestelle HARRAS.
Info: Arjuna + 49 (0) 8092 709840
muenchen@madhukar.org
DJ Sukkhadas legt super Musik auf und es darf in den Wonnemonat Mai getanzt werden.
Am 01. Mai 2007 findet dann ein Meeting von 12 - 17 Uhr (Kosten: EUR 60,-; Schüler/ Studenten EUR 20,-) mit Madhukar statt.
Herzlich willkommen zu diesem Event!
Ihre Madhukar Organisation
Labels: Events
Musik CD - Freedom Here & Now - Madhukar feat. Ohm-G
0 Comments Published by Madhukar Organisation on Montag, 23. April 2007 at 10:04.Musik CD | |||||||
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| CD Freedom here and now | |||||||
Diese fantastische Ambient CD von Madhukar und Ohm-G ist das begehrteste Madhukar Satsang Objekt von Goa bis Berlin. Lausche, Tanze; Fahr einfach ab auf die spacigen Sounds und verschmelze mit Madhukars´s Botschaft vom Wesen der Wirklichkeit. | |||||||
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Labels: Musik
DVDs | |||||
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Labels: Dvds
Bücher | |||||
Einssein |
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Klarheit und Lebensfreude durch Advaita. | |||||
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Labels: Bücher
"Am Anfang war der Quanten Geist! Was wir für Materie halten, ist Bewusstsein: Physiker erschüttern unseren Realitätsbegriff!"
0 Comments Published by Madhukar Organisation on Sonntag, 22. April 2007 at 04:00.Physik & Philosophie
Am Anfang war der Quantengeist. Was wir für Materie halten, ist Bewusstsein: Physiker erschüttern unseren Realitätsbegriff!
Welches Denken brauchen wir, um die Menschheitsprobleme zu lösen? Unser Weltbild ist immer noch mechanistisch geprägt – und damit zu eng. Der Physiker Hans-Peter Dürr sieht den Schlüssel zur Zukunft in einem neuen Wirklichkeitsbegriff auf Basis der Quanten-theorie. Wie meint er das? Holger Fuß hat nachgefragt.
Die Quantenphysik gibt uns immer noch Rätsel auf. Dabei entspricht sie exakt der Logik der Natur. Da verhalten sich Teilchen wie Wellen und Wellen wie Teilchen. Diese Unschärfe verweist auf den Ursprung alles Lebendigen – auf einen zugrunde liegenden universellen Code, der nichts anderes ist als Information. Diese Theorie, die von einigen Quantenphysikern vertreten wird, legt nicht weniger als ein neues Weltbild nahe. Sich da-rauf einzulassen ist gewiss nicht einfach – aber wenn wir es tun, werden wir ganz neue Möglichkeiten entdecken, mit unserem Planeten umzugehen.
P.M.: Herr Professor Dürr, was ist eigentlich Materie?
Dürr: Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Jedenfalls nicht im geläufigen Sinne. Es gibt nur ein Beziehungsgefüge, ständigen Wandel, Lebendigkeit. Wir tun uns schwer, uns dies vorzustellen. Primär existiert nur Zusammenhang, das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Geist nennen. Etwas, was wir nur spontan erleben und nicht greifen können. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist. Nach Albert Einstein ist Materie nur eine verdünnte Form der Energie. Ihr Untergrund jedoch ist nicht eine noch verfeinerte Energie, sondern etwas ganz Andersartiges, eben Lebendigkeit. Wir können sie etwa mit der Software in einem Computer vergleichen.
Den Untergrund bildet also eine körperlose Form? Ein sehr fremdartiger Gedanke.
Ja, das ist unsere enge Denke. Wir müssen immer zuerst an Substanzen denken, ehe wir Beziehungsstrukturen verstehen. Nehmen Sie die Liebe. Wir stellen uns Liebe vor als Beziehung beispielsweise zweier Menschen zueinander. Aber die Liebe selber, dieses Dazwischen, bereitet unserer Vorstellung enorme Schwierigkeiten. Es sei denn, wir geben uns einfach hin und lieben.
Und genau dieses Dazwischen ist Gegenstand der Quantenphysik?
In gewisser Weise ja. Doch schon der Begriff Gegenstand führt in die Irre. Das ist ein Problem der Sprache. Wir verwenden lauter Substantive, wo wir Verben nehmen sollten. Das prägt unser Denken. Wenn wir über die Quantenphysik sprechen, sollten wir eine Verb-Sprache verwenden. In der subatomaren Quantenwelt gibt es keine Gegenstände, keine Materie, keine Substantive, also Dinge, die wir anfassen und begreifen können. Es gibt nur Bewegungen, Prozesse, Verbindungen, Informationen. Auch diese genannten Substantive müssten wir übersetzen in: Es bewegt sich, es läuft ab, es hängt miteinander zusammen, es weiß voneinander. So bekommen wir eine Ahnung von diesem Urgrund der Lebendigkeit. Besser gesagt: Wir ahnen und erleben.
Warum tun wir uns so schwer damit?
Weil unser Gehirn nicht darauf trainiert ist, die Quantenphysik zu verstehen. Mein Gehirn soll mir im Wesentlichen helfen, den Apfel vom Baum zu pflücken, den ich für meine Ernährung brauche. Unsere Umgangssprache ist eine Apfelpflücksprache. Sie hat sich herausgebildet, weil sie enorm lebensdienlich ist. Bevor ich eine Handlung ausführe, spiele ich diese erst einmal in Gedanken durch, um zu erfahren, ob sie zum gewünschten Ziel führt – ja oder nein? Das ist die zweiwertige Logik. Aber diese zweiwertige Ja-oder-Nein-Logik ist eben nicht die Logik der Natur. Die Quantenphysik beschreibt die Natur viel besser, denn in der Quantenwelt herrscht die mehrwertige Logik, also nicht nur Ja und Nein, sondern auch Sowohl/Als-auch, ein Dazwischen. Eben das Nicht-Greifbare, das Unentschiedene. Daran müssen wir uns gewöhnen.
So ganz habe ich mich an diese Vorstellung noch nicht gewöhnt.
Aber genau damit sind Sie auf dem richtigen Dampfer. Solange Sie es sich vorstellen können, liegen Sie falsch. Nehmen wir ein Elektron. Also ein physisches Teilchen, von dem ich weiß, dass es das eigentlich gar nicht gibt. Im Grunde ist da etwas viel Größeres. Betrachten wir ein instabiles System wie etwa ein nasses Schneefeld: Dort kann mein kleiner Fuß eine riesige Lawine auslösen. Ein Pendel, exakt auf den Kopf gestellt, ist auch so ein instabiles System. Dort entscheidet eine winzigkleine Störung von außen, ob es nach links oder rechts fällt.
Sie meinen also, ein Elektron existiert gar nicht?
Jedenfalls nicht in Form eines herkömmlichen Teilchens.
Sondern?
In meiner Sprache nenne ich es ein »Wirks« oder »Passierchen«. Es ist eine winzige Artikulation der Wirklichkeit, etwas, das wirkt, das passiert, das etwas auslöst.
Sie beschreiben die Quantenphysik in einer paradoxen Weise, wie wir sie sonst aus mystischen Texten kennen.
Es ist paradox, wenn ich mich der Quantenphysik in der Umgangssprache nähere. Wenn Ihnen das schwammig vorkommt, haben Sie völlig recht. Die Wirklichkeit erscheint uns schwammig, weil ihre Ausssagen unendlich vieldeutig sind. In der Physik sagen wir: Die Wirklichkeit ist nicht die Realität. Unter Realität verstehen wir eine Welt der Dinge, der Objekte und deren Anordnung. Also jene Welt, die die alte Physik mit ihrem mechanistischen Weltbild beschreibt. Die alte Naturwissenschaft ist dabei nicht falsch. Sie gilt jedoch nur in einem vergröberten Sinn. Was für unseren Alltag total ausreicht. Die Wirklichkeit in der neuen Physik ist Potenzialität, eine Welt der Kann-Möglichkeiten, sich auf verschiedene Art materiell-energetisch zu verkörpern. Deshalb möchte ich die Begriffe Teilchen oder Atom nicht mehr benutzen und sage stattdessen Wirks oder Passierchen. Ein Passierchen ist ein winzig kleiner Prozess.
Allmählich habe ich trotz aller Schwammigkeit doch eine Ahnung von dem, was Sie meinen. Es ist ein bisschen wie beim Lesen von Lyrik: Es ist viel Ungenauigkeit, viel Spielraum in einem Gedicht – und doch bringt es etwas in mir zum Klingen. Ich spüre, was gemeint sein könnte.
Ahnung ist ein gutes Wort dafür. Die Schwammigkeit bezieht sich ja auf die Greifbarkeit. Emotional haben wir damit weniger Schwierigkeiten. Unsere Gefühle sind ja in diesem Sinne alle ein bisschen schwammig, ohne dabei unverständlich zu sein. Sie sind Bewegung, ihre Grenzen fließen. Wenn wir eine Ahnung von etwas in uns verspüren, dann deuten wir dies oft als etwas, was in uns zum Klingen gebracht wird. Dies empfinden wir als eine Resonanz mit etwas viel Umfassenderem. Die Felder in der Quantenphysik sind nicht nur immateriell, sondern wirken in ganz andere, größere Räume hinein, die nichts mit unserem vertrauten dreidimensionalen Raum zu tun haben. Es ist ein reines Informationsfeld – wie eine Art Quantencode. Es hat nichts zu tun mit Masse und Energie. Dieses Informationsfeld ist nicht nur innerhalb von mir, sondern erstreckt sich über das gesamte Universum. Der Kosmos ist ein Ganzes, weil dieser Quantencode keine Begrenzung hat. Es gibt nur das Eine.
Damit kommen Sie der alten indischen Philosophie nahe, die vom All-Einen spricht und von der Identität des Ich und der Außenwelt. »Tat tvam asi« lautet die klassische Formel: Dieses bist du.
Ja, es geht über diese Aussage hinaus und lässt sich besser in der Sanskritsprache als Advaita ausdrücken, was so viel wie Nicht-Zweiheit bedeutet. Genauer bedeutet die Vorsilbe A aber nicht die Verneinung, sondern dass es unangemessen ist, überhaupt von Teilen und Zerlegbarkeit zu sprechen.
Etwas Unteilbares.
Wir haben überhaupt nur das Eine. Aber dieses Eine ist differenziert. Wenn ich ein Gemälde betrachte und von dessen Schönheit spreche, das ist das Eine. Wenn ich aber auf die einzelnen Dinge in diesem Gemälde zeige, beispielsweise auf das Auge der Madonna, dann deute ich auf eine Unterschiedlichkeit innerhalb des Einen, auf ein Element der Vielheit, das zur Einheit gehört. Das Auge der Madonna ist nämlich nicht ein Teil des Bildes, sondern nur eine Artikulation. Ich schneide das Auge nicht heraus, sondern richte nur meine Aufmerksamkeit auf eine Stelle des Bildes.
Das heißt, ein Meer ist eben mehr als ein Netzwerk von Wassertropfen?
Richtig. Ein Wassertropfen existiert ja im Grunde nur außerhalb des Meeres. Wenn er hineinfällt, verliert der Begriff Tropfen seinen Sinn.
Wenn Sie sagen, die alte mechanistische Naturwissenschaft funktioniert in unserem Alltag mit großer Genauigkeit – welche Bedeutung soll dann eigentlich die Quantenphysik mit all diesen beschriebenen Erkenntnissen für unsere konkrete Lebenswelt haben?
Sie hat eine Bedeutung, wenn wir in unsere Alltagserfahrungen auch einbeziehen, was wir lebendig nennen. Die alte mechanistische Physik beschreibt nämlich zunächst die Realität der Dinge mit den bekannten Naturgesetzen, wobei kein Unterschied zwischen belebt und unbelebt gemacht wird. Wenn Sie einen Apfel fallen lassen, folgt er dem Gesetz der Schwerkraft und fällt zu Boden. Die Welt der Dinge ist die Welt der stabilen Systeme und damit voll determiniert, also vorherbestimmt. Mechanistisch bedeutet voll determiniert. Aber für lebendige Systeme reicht diese mechanistische Beschreibung nicht aus. Lebendige Wesen wie etwa der Mensch sind im Grunde instabile Systeme. Ihre scheinbare Stabilität erhalten sie durch ein dynamisches Ausbalancieren, das ständige Energiezufuhr benötigt.
Sie sind nicht nur Quantenphysiker, sondern wurden für Ihr Engagement in der Friedensbewegung bereits 1987 mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt. Inwiefern hat der Quantenphysiker Dürr den politischen Menschen Dürr inspiriert?
Die Quantenphysik sagt uns ja nicht nur, dass die Wirklichkeit ein großer geistiger Zusammenhang ist, sondern auch, dass die Welt und die Zukunft offen ist. Sie ist voller Möglichkeiten. Darin steckt ungeheuer viel Ermutigung und Optimismus. Wir leben in einer noch viel größeren Welt, als wir gemeinhin annehmen. Und wir können diese Welt gestalten! Unsere westliche Konsumkultur, unser lebensverachtendes wirtschaftliches Wettrennen stellen doch nur eine winzige Nische innerhalb unserer Möglichkeiten dar. Trotzdem glauben viele Menschen, dass die wirtschaftlichen Sachzwänge Naturgesetze seien. Nein, es sind menschengemachte Zwänge.
Wie konnte es zu diesem Irrglauben kommen?
Er ist Bestandteil unserer Erziehung. Wir werden belohnt, wenn wir uns entmutigen lassen, wenn wir uns wirtschaftlichen und technischen Zwängen unterordnen, wenn wir größere Zusammenhänge außer Acht lassen. Aber eine solche Lebensweise ist lebensfeindlich. Langfristig überlebensfähig ist in der Natur derjenige, der ein Gewinn-Gewinn-Spiel spielen kann. Wenn mein Vorteil zugleich der Vorteil des anderen ist, sodass im Konzert mit anderen etwas geschaffen wird, bei dem das Ganze mehr ist als die Summe einzelner Teile. Ein Plussummenspiel. Junge Menschen können so etwas heutzutage kaum noch erleben. Sie sind einsame Einzelkämpfer und müssen gegen ihre Mitmenschen ankämpfen, anstatt mit ihnen gemeinsam eine Zukunft aufzubauen.
Sie selber haben einen Zukunftsentwurf vorgelegt: »Die 1,5-Kilowatt-Gesellschaft«. Darin propagieren Sie eine »intelligente Energienutzung als Schlüssel zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsweise«.
Ich habe mal ausgerechnet, dass der gegenwärtige Primärenergieverbrauch der gesamten Menschheit bei 13 Terawatt liegt. Dies entspricht etwa der körperlichen Arbeitsleistung von 130 Milliarden kräftigen Energiesklaven, die jeden Tag zwölf Stunden lang ohne Pause in unseren Auftrag mit voller Pulle auf dieser Erde malochen. Eine Sklavenstärke nehme ich hierbei als eine Viertelpferdestärke, etwa 200 Watt, an. Ein Mittelklassewagen mit 60 PS hat somit bereits 230 Energiesklaven unter der Haube. Ein Mercedes der S-Klasse mit 190 PS sogar die dreifache Anzahl. Die Frage lautet: Wie viele Energiesklaven verträgt unsere Biosphäre, die ja ein kompliziertes, ausbalanciertes Ökosystem ist, in dem das eine mit dem anderen gekoppelt ist? Und da stellt sich heraus, dass die maximale Grenzbelastung durch menschliche und technisch aufbereitete Energieumsätze für die gesamte Erde etwa bei insgesamt zehn Terawatt liegt. Das entspricht 100 Milliarden Energiesklaven.
Wir leben also längst über die Verhältnisse der Biosphäre?
Allerdings. Wir verbrauchen mindestens drei Terawatt zu viel Energie. Das sind 30 Milliarden Energiesklaven zu viel. Um die Grenzbelastung nicht zu überschreiten, dürfte jeder Erdenmensch heute maximal 15 Energiesklaven beschäftigen, sprich höchstens 1,5 Kilowattstunden pro Stunde verbrauchen. Statistisch gesehen hält sich heute jeder Erdenbürger 22 Energiesklaven und kann damit seine persönliche Arbeitsfähigkeit um das 22-fache steigern – mit den entsprechend höheren Umweltauswirkungen. Aber in der Realität ist der Energieverbrauch natürlich unterschiedlich verteilt. Ein US-Amerikaner beschäftigt im Schnitt 110 Energiesklaven, ein Deutscher 55, ein Chinese 10 und ein Bangladescher nicht einmal einen einzigen.
Deshalb fordern Sie eine »strikte Geburtenkontrolle von Energiesklaven«.
Ja. Das bedeutet vor allem eine Geburtenkontrolle der liebsten Kinder der Industrieländer, nämlich der Autos. Künftig müssen unsere Erzeugnisse langlebig und reparaturfreundlich sein. Durch eine effizientere Energienutzung werden wir etwa die Hälfte der Energiesklaven einsparen können – bei gleichen Dienstleistungen für den Menschen. Die andere Halbierung können wir erreichen, indem wir unseren Lebensstil ändern, aber auch durch den Einsatz von sanfteren Energiesklaven, etwa durch Verwendung von dezentralen Solarenergieanlagen.
Was bedeutet ein anderer Lebensstil?
Energiereduzierte Lebensstile bedeuten kein Leben in Sack und Asche. Mit etwas Fantasie werden wir sogar ein viel besseres, weil sinnerfülltes, lust- und freudvolles Leben führen können. Eine Beschränkung auf 15 Energiesklaven entspricht in etwa dem durchschnittlichen Lebensstandard eines Schweizers anno 1969.
Würde eine solare Weltwirtschaft Energie verschwenden dürfen, ohne dass die Biosphäre kollabiert?
Nein. Unser Energieproblem hat nicht nur mit der Beschränktheit von Ressourcen zu tun, sondern hängt mit der durch Energieumsatz hervorgerufenen Belastung der Biosphäre zusammen. Entscheidend ist gar nicht die insgesamt eingestrahlte Sonnenenergie, sondern jener Energieanteil, der die Biosphäre in Balance hält. Die Biosphäre ist eine hierarchisch geordnete Pyramide, aber eben keine Granitpyramide, sondern eher ein Kartenhaus, auf dessen Spitze wir Menschen stehen. Dieses Kartenhaus wird aufrecht erhalten, indem etwa ein Zehntausendstel der eingestrahlten Sonnenenergie, das sind umgerechnet rund 450 Milliarden Energiesklaven, dieses instabile Gesamtsystem ausbalanciert. Es ist die statische Instabilität, die Wackeligkeit des Systems, die unsere Erfahrungswelt lebendig macht.
Auf der Spitze dieses von der Natur sorgsam austarierten Kartenhauses stehen wir Menschen und drohen, das Gebilde mit unserer technischen Zivilisation zum Einsturz zu bringen.
Wir haben begonnen, bei diesem prekären Balanceakt mit der Biosphäre riskant zu konkurrieren. Das ist das Entscheidende. Unsere rücksichtslos arbeitenden 130 Milliarden Energiesklaven bringen das Biosystem in ein Ungleichgewicht. Die menschengeschaffenen Energiesklaven haben keinerlei Gefühl dafür, dass sie in einem System arbeiten, das nicht beliebig robust ist. Die rütteln sozusagen an der natürlichen Gesamtarchitektur und wirken wie eine Infektion in einem Organismus, der über dreieinhalb Milliarden Jahre hinweg sorgsam aufgebaut wurde. Die Frage lautet: Wie sehr darf man ein lebendiges System stören, ehe die Infektion lebensgefährlich wird?
Wenn wir uns den Energiehaushalt eines ausbalancierten Organismus vorstellen, dann hätten wir das Bild eines Ozeans wogender Schwingungen vor uns, die sich mehr oder weniger im Gleichklang bewegen. Das wären die Solarsklaven. Jetzt kommen die menschengemachten Energiesklaven, die Störsklaven, hinzu, die gegen diesen Gleichklang schwingen.
Die schwingen überhaupt nicht mit.
Weil sie zu ignorant und unsensibel sind, um in der großen Sinfonie der Natur mitzuschwingen?
Das ist es! Je höher die Instabilität, die Unsicherheit, desto größer die Sensibilität.
Also hätten wir Menschen die Aufgabe, unsere Energiesklaven daraufhin zu trainieren, sich im Tanz der Biosphäre harmonisch zu bewegen?
Ja, das wäre der Heilungsprozess mit der Herausforderung: Wie können wir die Störungen so integrieren, dass das Kartenhaus nicht einstürzt? Dazu müssen wir verstehen, warum die Entwicklung des Lebendigen so langsam vonstatten geht. Das System benötigt dieses langsame Tempo, damit es die Veränderungen auffangen und verarbeiten kann. Wir sind aber viel zu schnell für das Gesamtsystem. Deshalb sind wir an eine Grenze gelangt, an der wir nicht mehr allzu viel stören dürfen. Wir müssen die Geschwindigkeit drosseln.
Was bedeutet es konkret, bedächtiger zu sein?
Schauen wir uns mal an, was unsere Energiesklaven anstellen. Wenn diese Sklaven sich so verhielten wie wir Menschen, hätten wir gar keine Probleme. Dann wären sie sanfte Energiesklaven, die einen Eimer Wasser den Berg hochtragen. Das macht gar nichts aus. Stattdessen aber haben wir ganz rabiate Energiesklaven, die mit hochintensiver Energie arbeiten. Wir stellen unsere Produkte mit einer Prozessenergie her, die den Maßstab, in dem die eingestrahlte Sonnenenergie umgesetzt wird, weit übertrifft. Wir holen die Kohle aus dem Erdinneren, wo sie über Millionen von Jahrhunderten angesammelt wurde, und verbrennen sie innerhalb von weniger als zwei Jahrhunderten. Damit gewinnen wir eine Energiedichte, mit der wir Metalle schmelzen, Autobleche schmieden und Mineralien aus dem Berg lösen. Alles hochenergetische Vorgänge in einer viel größeren Geschwindigkeit, als es die Natur selber vollzieht. Vergleichen Sie das nur einmal mit dem Tempo des Pflanzenwuchses. Dann sehen Sie den Unterschied.
Intelligentes Produzieren bedeutet also, im Tempo der Natur zu arbeiten?
Es geht erstens um die Vermeidung von sehr verschiedenartiger Umformung von Materie, weil das sehr viel Energie benötigt. Und zweitens muss die Umformung langsamer geschehen. Wir dürfen nicht drängeln.
Passt zu diesem Evolutionsschritt noch die Nutzung von Kernenergie, wie sie derzeit in der Klimaschutzdebatte neu auf den Tisch gekommen ist?
Nein. Die jetzige Kernenergie müssen wir abschaffen. Sie ist viel zu gefährlich – aus vielerlei Gründen. So ist nicht nur die Frage der Endlagerung von Atommüll nicht gelöst, sondern dieser Atommüll kann auch als Waffe benutzt werden. Es existiert also keine scharfe Trennung zwischen ziviler und militärischer Nutzung der Kernenergie. Denn Atommüll ist zum Teil spaltbares Plutonium, das außerdem hoch radioaktiv ist, mit einer Halbwertszeit von 24000 Jahren. Ein Reaktor von einem Gigawatt Leistung, wie wir ihn weltweit betreiben, produziert jährlich etwa 250 Kilogramm Plutonium. Für eine Nagasaki-Bombe benötigen wir nur acht Kilogramm. Unter Umständen will man das Zeug ja deshalb nicht endlagern, weil man das Plutonium noch irgendwie verwenden könnte. Beispielsweise zum Bau einer Atombombe, einer schmutzigen Bombe allerdings, die große Gebiete für Jahrtausende unbewohnbar machen würde.
Wäre denn eine tatsächlich ausschließlich zivile Nutzung der Kernenergie vertretbar?
Auch nicht. Wenn der schlimmste Störfall in einem Reaktor passiert, hat man ein Ergebnis, das einfach nicht akzeptabel ist. Dieses Risiko trifft nicht nur uns, sondern vor allem die nachfolgenden Generationen. Ein Risiko einzugehen, das ich selber nicht ausbaden muss, ist unmoralisch. Ich kann Russisches Roulette an meinem eigenen Kopf spielen. Wenn ich so blöd bin, dann ist das okay. Aber die Pistole an den Kopf meines Kindes zu halten ist verantwortungslos. Wir Nutznießer leben nur ein paar Jahrzehnte. Aber unseren Nachkommen überlassen wir die Lasten über Tausende von Jahren. Nein, die Kernenergie muss weg!
Warum bleibt die Kernenergie für manche Menschen immer noch attraktiv?
Weil wir übersehen, dass unsere Gesellschaft energiesüchtig ist. Sie erscheint mir in der Situation eines Alkoholikers, der glaubt, er könne sein Suchtproblem lösen, wenn er in eine Schnapsfabrik einheiratet. Deshalb benötigen wir zunächst eine Entziehungskur. Erst dann können wir überhaupt beurteilen, wie viel Energie wir wirklich brauchen. Mit einer effizienteren Energienutzung können wir unseren Verbrauch ohne Weiteres senken. Vieles von dem, was wir heute verbrauchen, ist einfach weggeworfene Energie. Mit ein bisschen Intelligenz können wir das einsparen. Und wir müssen es auch: Es können nicht alle Menschen auf dieser Erde einen Lebensstil führen wie die US-Amerikaner. Das geht einfach nicht.
Sie stehen in Ihrem 78. Lebensjahr. Glauben Sie an ein Jenseits? Gibt es eine Existenz nach dem Tode?
Das ist eine sehr interessante Frage. Was wir Diesseits nennen, ist ja eigentlich die Schlacke, die Materie, also das, was greifbar ist. Das Jenseits ist alles Übrige, die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere. Das, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Wenn ich mir also vorstelle, dass ich während meines diesseitigen Lebens nicht nur meine eigene kleine Festplatte beschrieben habe, sondern immer auch etwas in diesen geistigen Quantenfeldern abgespeichert habe, gewissermaßen im großen Internet der Wirklichkeit, dann geht dies ja mit meinem körperlichen Tod nicht verloren. In jedem Gespräch, das ich mit Menschen führe, werde ich zugleich Teil eines größeren geistigen Ganzen. In dem Maße, wie ich immer auch ein Du war, bin ich, wie alles andere auch, unsterblich.
Labels: Interviews
Mit Logik ins Jetzt
0 Comments Published by Madhukar Organisation on Samstag, 21. April 2007 at 21:42.Kleines Beispiel: Viele Traditionen, viele Meister, Lehrer sagen mit dem schönen Wort: schaff was, tu was, streng Dich an, mach Vipassana, mach dies, mach das. Im Advaita hör ich: es gibt nichts zu tun. Sei still, sei Liebe, sei hier. Beides erscheint mir ein Konzept. Ich habe beide Möglichkeiten ausprobiert. Und jetzt? Wie löst sich dieser Widerspruch: schaff was und es gibt nichts zu schaffen?
Madhukar: Betrachten Sie selbst das Resultat Ihrer fünfzigjährigen Logika. Bitte berichten Sie mir.
B: Es hat mir gut weiter geholfen, ich bin klug geworden, neugierig, suchend, verdiene mein Geld, mein Leben. Aber ich bin noch immer hier und frage: und jetzt?
Also ich bilde mir nicht ein, etwas gefunden zu haben dadurch, außer dass ich mein Leben lebe.
M: Ist dieses Jetzt nicht das Wunderbarste? So erfüllt und doch so leer?
B: Doch, beides.
M: Eben. Mehr gibt's nicht!
B: (lacht laut) Danke!
M: Bitte!

Labels: Dialoge
B: Ich frage mich, habe ich eine Wahl? Kann ich Entscheidungen treffen?
Madhukar: Bezüglich?
B: Das habe ich jetzt extra mal offen gelassen, weil der Verstand ja immer wieder neue Entscheidungssituationen produziert. Aber beispielsweise: „Kann ich eine Entscheidung treffen bezüglich eines Berufes, der der Selbstergründung dienlich ist, der mir die Freiheit lässt, öfter bei Ihnen zu sein?“. Also deswegen habe ich es offen gelassen, weil es eben verschiedene Fragen sind, die immer wieder auftauchen.
Madhukar: Das Beste ist, wenn Sie in Frieden sind. Friede. Wenn Sie in einem Arbeitsverhältnis sind, wo kein Friede ist, ist das nicht sehr günstig. Ungünstig.
Aber auch da gilt: wenn Ihre Orientierung auf Frieden ist, wird sich Ihr Leben dementsprechend von selbst gestalten, wenn diese Ausrichtung klar da ist, wenn Ihnen das das Wichtigste ist.
Wenn ihnen allerdings noch wichtiger ist, andere Menschen mit dem zufrieden zu stellen, was die für Vorstellungen von Ihnen haben, dann wird sich Ihr Leben darum drehen. Es gibt ja schon lange diese Diskussion darüber, ob es überhaupt so etwas gibt wie Entscheidung.
Warum? Weil alles innerhalb dieses Universums völlig determiniert ist, vorbestimmt. Ja, aber innerhalb dessen haben Sie natürlich Fähigkeiten, Kenntnisse, und können abwägen, was Ihnen gefällt usw., dementsprechend können Sie sich orientieren und auch eine Entscheidung treffen. Also, treffen Sie die Entscheidung! Denn eines haben Sie ja festgestellt: wenn Sie im Zweifel verharren, schwächt Sie das nur, und das Leben wird für ein Weilchen noch komplizierter. Sie fühlen sich gefangen.
Aber wenn Ihre Ausrichtung auf Freiheit ist, frei zu sein, dann können Sie jegliche Tätigkeit ausführen, weil Sie wissen „Ich bin diese wunderbare Kraft, die hinter allem ist, nicht die Person mit ihren Hoffnungen und Wünschen, Ängsten und Befürchtungen.“ Am besten ist es, in Frieden zu sein und nichts zu tun.
Und das heißt nicht, dass Sie keine Tätigkeit ausführen, keine Arbeit, dass Sie sich nicht ernähren. Sondern die Erkenntnis, dass Sie in Wirklichkeit nicht der Handelnde sind. Das hört sich, wenn wir es mit unserem Verstand betrachten, etwas abstrakt an und auch widersprüchlich.
Aber in der Erkenntnis lösen sich all diese Widersprüche auf. Im Vertrauen lösen sich auch alle Widersprüche. Bei mir war das Verlangen nach Freiheit so groß, dass alles sich darauf ausgerichtet hat. Und das Leben war ausgerichtet auf das, was mein Meister mir angeraten hat, nämlich Selbstergründung. Aber hat es sich nicht in einer dogmatischen Form manifestiert, sondern in einer sehr vitalen. Eben im Spiegel mit „in der Welt sein“. Bei Tätigkeiten, bei Vergnügungen und bei Enttäuschungen.
So, jetzt brauchen Sie Ihr Leben nicht bis zu Ende entscheiden. Es ist ganz einfach, denn wenn Sie sich dem Selbst zuwenden, dann wendet sich das Selbst Ihnen zu. Nun, Sie werden früher oder später erkennen, dass Sie gesegnet sind. Das Leben und die Welt sind eh nicht so, wie es uns erscheint in normaler Betrachtung, in normaler Erfahrung. Insofern tun und lassen Sie, was Ihnen Spaß macht und wenn Ihre Uhr tickt, tun Sie das Nötige. Es wird sich zeigen. Es bietet sich Ihnen an.
Ihre Nachbarn, Ihre Verwandten sind möglicherweise nicht an Ihrer Freiheit interessiert. Sie wollen Sie gebrauchen für ihre Welt, ihre Bestätigung, für ihre Konzepte. Alle, die frei sein wollen, haben sich, zumindest eine Zeit lang, von dem, von diesen Umständen, losgesagt, abgenabelt. Nicht aus Böswilligkeit, nein.
Und das Resultat wird dann, in dieser Authentizität noch größer, noch authentischer, noch wahrer, wahrhaftige Liebe sein, wahrhaftige Beziehung auch mit diesen Menschen. Auf Freiheit basierend, nicht auf Verpflichtung, nicht auf Gewohnheit, nicht auf Begrenzung. Es ist gut, mit der Welt, auch mit der materiellen Welt, in Harmonie zu sein, und es ergibt sich ganz von selbst Klarheit. So, ich sehe da keine größeren Schwierigkeiten für Sie.

Labels: Dialoge
B: Es ist gestern eine irrsinnige Wut gekommen. Sie ist einfach da, sehr massiv. Ich habe das Gefühl es zerreißt mich von Innen. Die Wut darüber, jemanden im Außen zu brauchen, der mir Erlösung bringt.
Ich brauch doch aber niemanden. Ich bin doch. Ich bin doch selber heil. Ich bin doch kein Schaf in einer Herde, das einen Hirten braucht. Das stimmt alles nicht. Damit kämpfe ich in gewisser Weise. Ich habe mich gefragt ob es ein Widerstand ist oder Trotz.
Jedoch fühlt es sich an wie ein inneres Wissen, dass es so ist, dass es stimmt.
Madhukar: Nun, wenn es inneres Wissen wäre, dann wäre keine Notwendigkeit zu dieser Wut. Es ist theoretisches Wissen. Und wenn es Wissen wäre, dann wären Sie sich auch der Löwin bewusst und würden die anderen Löwen und Löwinnen sehen. Dazwischen gibt es Schafe und die werden in Ruhe gelassen.
Denn in der Sangha ist es wie im Paradies, da können auch die Ziegen und Schafe neben den Löwen leben. Also wenn Sie äußerlich mit einem Meister oder Meisterin in Berührung kommen, dann ist da keine Wut. Wut ist das enttäuschte Ego, dass Selbst sein will, aber weiß, dass es in Wirklichkeit nicht ist. Deswegen kommt dieser Trotz, diese Wut nach oben. Gut so.
Viel besser als wenn sie unten versteckt haust oder maskiert irgendeine Form der Freundlichkeit oder eine Falschheit annimmt. Sie darf ruhig nach außen kommen. Der Meister begrenzt Sie nicht und sagt Sie sind Schaf, Sie sind dumm, Sie sind unwissend.
Der Meister ist immer in Einklang mit dieser absoluten Wahrheit von der Sie eben sprachen, die nichts und niemanden braucht, nichts nötig hat. Solange jedoch noch die geringste Identifikation mit dem Körper da ist, mit der Person, ist es sehr günstig auch im Außen einer Manifestation, körperlich und personell, in Form des Meisters zu begegnen.
Dann kommen unter anderem diese Prägungen nach oben und diesmal können sie verschwinden. Ein für alle mal.

Labels: Dialoge
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27. Februar 2008 16:26
uiuiuiui, die musik ist mir ein graus. erstens weil sie mich beim lesen viel zu sehr ablenkt und zweitens ist diese musik auch nicht ganz nach meinem geschmack.
ansonsten:
tolle idee dieses blog
wunderbare veröffentlichungen und beiträge...
ein grosses lob an das blogteam und
d a n k e !!!!
tschüssie
licht und liebe
und gewahr sein...
Die Erkenntnis vom Einssein
Published by Madhukar Organisation on at 09:15.Madhukar: Niemand kann Liebe festhalten. Aber Liebe zu sein, ist einfach. Das Halten und Haben wollen ist schwierig. Liebe zu sein nicht. Dazu gehört gar nichts.
B: Madhukar, können Sie mir bitte zeigen wie ich erkennen kann, dass Sie und ich ein und dasselbe sind?
Madhukar: Nun, ich habe es Ihnen doch jeden Tag gezeigt, zweimal mindestens. Zweimal saßen wir vis a vis. Dann schlossen Sie die Augen und ich schloss die Augen und wir beide verschwanden. Nur Präsenz ist hier. Ist Ihnen das nicht aufgefallen?
B: In manchen Augenblicken ja. Aber die ganze Zeit fällt es mir schwer, in dieser Präsenz zu bleiben.
Madhukar: Ja, dann schlafen Sie. Während ich wie ein Tiger durch die Lande streiche schlafen Sie. Oder träumen. Weil es für den Novizen der Wahrheit unmöglich ist gedankenlos zu sein, wird er vom Meister verwiesen auf Das, auf diese Präsenz, die allem zugrunde liegt. Dann ist es nicht mehr so entscheidend, dass immer noch mentale Aktivität da ist, Gedanke, Traum. Weil Sie bereits informiert sind: Ich bin Das, in dem alles kommt und geht. Dann beeinflusst mentale Aktivität immer noch Alltag, Trauminhalt und Manifestation der Wirklichkeit, aber Sie wissen bereits: Ich bin Das. Eins. Jetzt sind Sie in der körperlichen Präsenz des Gurus. Sie richten sich darauf aus und werden sie nach dem Retreat nützen um nach innen zu gehen. Für mich war das auch anfangs etwas verwirrend, wenn mein Meister sagte, wir sind Eins. Denn nach dem Satsang ging er doch in Richtung seines Hauses und ich ging in meines. Irgendwann hat sich diese Vorstellung von Trennung aufgelöst.

Labels: Dialoge
Madhukar: Jetzt werden Sie belohnt?
B: Ich sehe, wenn ich in Ihre Augen schaue, nur die pure Liebe, bin ganz sprachlos. Ich war noch nie so sehr im Hier und Jetzt wie beim Schauen in Ihre Augen. Gerne würde ich lernen, das in meinen Alltag zu integrieren. Oft denke ich an gestern und morgen – aber nicht an das Jetzt.
Madhukar: Am Besten, Sie gehen ganz in dieser Liebe auf. Dann wird auch Ihr Alltag wunderbar.
B: Und wie mache ich das?
Madhukar: Indem Sie sich nicht verrennen in alte Geschichten. Diese Liebe des Meisters ist schwerlich zu vergleichen mit der emotionalen Liebe, der Liebe, die wir kennen, das menschliche in der Beziehung. Sie ist so wirkungsvoll, dass, wenn Sie sich nicht abwenden, sie alles überstrahlt, wenn sie nach Hause fliegen. Wenn Sie wirklich authentisch sagen „Es ist das Beste, was jemals war!“ Viele haben das schon so gesagt und dennoch haben sie sich abgewendet - in ihre Geschichten, deren Pogramme, Vergangenheiten, der Hoffnung auf Zukunft.
B: Ich habe Angst davor, nach Hause zu kommen...
Madhukar: Unsinn! Jetzt sind Sie erst mal hier, dann in Köln und da wird der Kölner Dom über Sie wachen. Keine Angst haben! Der Kölner Dom ist von innen belebt – ich fahre da selbst jedes Jahr zweimal hin - der wacht dann über Sie. Aber jetzt sind Sie erst mal hier und nicht schon wieder in Köln.
B: Das ist sehr schön!

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B: In meinem Geist steigt dieser Gedanke auf, etwas besonderes sein zu wollen. Das ist, nach meinem Verständnis, der zentrale Punkt in meinem Geist. …oder war.
Madhukar: Nun, Sie sind mir sehr wohl bekannt. Aber es ist nicht so sehr die Prägung des Egos, wie Sie glauben, sondern das Wissen des Selbst, dass Sie in diesem Leben sind, um das Selbst wiederzuerkennen. Und das unterscheidet Sie nun einmal von der Masse. Schon seit Ihrer Kindheit. Deswegen waren Sie niemals wirklich genau wie die anderen. Damit haben Sie sich sogar gequält. Jetzt nutzen Sie diesen Impuls um besonders klar zu sein, besonders authentisch, besonders mitfühlend. Besonders unverhaftet, besonders uninteressiert. Ob Sie geliebt werden oder verachtet. Besonders hingebungsvoll an das Selbst. Dann haben Sie diesen Impuls gut genützt.
B: Dankeschön.
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Madhukar: Die ungefähr zweihundertfünfzig verschiedenen Farben, die wir Menschen unterscheiden können, sind in Wirklichkeit nicht existent. Es gibt keine Farben. Es gibt lediglich Vibration zwischen vierhundert und achthundert Nanometer. Also gewisse Wellenlängen, die das Gehirn überträgt. Bestimmte Neuronen werden gereizt und übersetzen das dann in die Farbe Blau, Kupfer, Schwarz, Weiß.
Wenn jetzt eine Biene fliegt, nimmt sie eine bestimmte Vibration wahr. Das Auge der Biene nimmt wieder andere Farben wahr als unsere Augen, und sie weiß genau, bei dieser Vibration ist Honig, oder erstmal Nektar. Deswegen, wenn ich Sie anschaue, sehe ich den Nektar.
B: Ja, und?
M: Nun, was und? Mein Interesse gilt lediglich dem Honig, dem Honig des Lebens. Sie selbst glauben nicht, dass Sie Nektar sind, dass Sie frei sind. Dass Sie wunderbar sind. Und wenn Sie es glauben ist es meist eine Einbildung des Geistes und zerschellt irgendwann im Laufe des Lebens. Ich weiß, Du bist Nektar und verweise Dich darauf. Du bist Das. Dieser grenzenlose Frieden, diese wunderbare Liebe, die immer ist.
Und was kann der Geliebte tun, als den Geliebten anschauen? Er kann es nicht verhindern. Er sieht den Geliebten überall.
Oder wie sagt der Künstler: Hier bin ich, ich kann nicht anders.

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Madhukar: Ja, bei mir ist der Bedarf nach Entladung nicht vorhanden. (Lachen)
Uns als Person sehe ich, wenn überhaupt, die ganze Menschheit, nicht eine Person. Alle Wesen.
B: Dann wäre es praktisch nicht vollkommen, wenn man einen Menschen besonders liebt und andere weniger?
M: Nein, nein. Ich möchte Ihnen nicht Vollkommenheit absprechen. Bitte, wenn das bei Ihnen so ist, leben Sie das doch. Ist doch wunderschön.
B: Ich denke, das es bei vielen Menschen so ist, dass Liebe sich auf wenige Personen oder auf eine sehr stark zeigt, und für andere eben schwächer.
M: Nun, so steht es zumindest in der Hörzu, in der Brigitte und im Spiegel! (Lachen)
B: Können Sie denn zu dieser formlosen Liebe noch mal was sagen?
(Stille, Madhukar schaut dem Besucher lange in die Augen)
M: Verstehen Sie jetzt?
B: Ja, danke.
M: Bitte.

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Madhukar: In Wirklichkeit gibt es keine Einsamkeit. Das ist nur die Einsamkeit des Ego.
B: Das heißt: weitermachen und Ego abschalten?
M: Wo haben Sie das gelernt?
B: Das sagt mir mein Verstand.
M: Ich sage eher sein lassen. Hier sein.
B: Hier sein heißt in Meditation mit mir sein
M: Nein, ich würde keine Meditation zwischen mich und mich kommen lassen.
Wozu auch? Meditation im klassischen Sinn bedeutet immer Trennung. Erlauben Sie keine Trennung, auch keine Vorstellung von Trennung.
B: Das verstehe ich nicht ganz. Ich hab gedacht, ich bin in Meditation, wenn ich mit mir verbunden bin. Ich wusste nicht, dass ich in Meditation in Trennung bin.
M: Meditation ist immer konzentriert auf etwas, bedeutet also Trennung.
Verbunden sein wäre dann religio, Religion. Auch das bedeutet, dass es Verschiedenes gibt. Sie und etwas Anderes mit dem Sie sich verbinden. Die Vorstellung eines Gottes, der von Ihnen getrennt ist. Ich verweise Sie aber auf das, was hier ist, Selbst. Grenzenloses Selbst. Formlose Liebe.
B: Ich bin am Üben.
M: Wie Sie wünschen. Aber jegliches Üben wird Sie nicht hierher bringen, sondern nur weg von hier.
B: Ok. Dankeschön.
M: Bitteschön.

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Besucherin: Lieber Madhukar, ich war neun Jahre lang auf der sprirituellen Suche, und …
Madhukar: …ich hab sie kaputt gemacht.
B: (lacht) So ähnlich, ja. Gut so. Jetzt, bei dieser Suche im Advaita nach meinem Selbst traten plötzlich physische Probleme auf. Bin ich voller Widerstände? Wie kann ich die loslassen und alles geschehen lassen?
M: Es erstaunt mich, dass Sie mich fragen, ob Sie voller Widerstände sind, denn nach dem letzten Satsang in Köln kamen Sie zu mir und sagten: ich bin voller Widerstand. Es verwundert es mich, dass Sie jetzt fragen, ob Sie voller Widerstand sind.
B: Es ist mir nicht so wirklich bewusst, was da für Widerstände sind.
M: Damals war es Ihnen bewusst.
B: Ja, und was kann ich da jetzt tun? Man soll ja nichts tun, aber das ist jetzt schwierig für mich. Wie kann ich meine Widerstände loslassen?
M: Vorerst trachten Sie danach, dass Sie für diese körperliche Komplikation, von der Sie gesprochen haben, den besten medischen Rat und Hilfe bekommen.
Zum Anderen kann ich nur sagen, dass es nicht sinnvoll ist, Advaita und auch den Segen eines Meisters des Advaita anzufragen, aber noch an anderen alten Konzepten festzuhalten. Ich habe nie zu Ihnen gesagt, dass Sie loslassen müssen. Sie bringen einen ganzen Sack spiritueller Konzepte mit von Ihrer neunjährigen spirituellen Reise. Der ist schwer und stinkt. Sie schleppen ihn mit sich herum und wundern sich, dass Sie erschöpft sind. Ich habe zu Ihnen gesagt, Sie sind willkommen, stellen Sie den Sack ab. Irgendwelche Ratten oder Kojoten werden sich daran schon erfreuen.
Wenn Sie einen alten Müllsack als Loslassen bezeichnen: Ich kann mich nicht erinnern jemals an einer Mülltonne gestanden zu haben mit einem Müllsack in der Hand, der schon stank, an dem der Saft raus lief, und ich mich über dem Müllcontainer gefragt habe, wie soll ich ihn loslassen? Das ging immer ganz schnell!
B: Dieses Geschehen lassen möchte ich zulassen. Aber wie gesagt, es ist sehr schwer, wenn man Probleme hat.
M: Nun, weil eben für Sie das, was Sie auf dieser neunjährigen spirituellen Reise erlebt haben kein Müll ist, sondern etwas Kostbares. Das respektiere ich durchaus, aber dann beklagen Sie sich nicht. Sie halten an alten Erfahrungen fest - sie sind vorbei. Sie halten an alten Konzepten fest - die waren damals schon nicht wahr. Die sind auf dem Mist von Geist gewachsen. Gutmütigem Geist, aber sie sind nicht Wahrheit.
B: Und wie erkenne ich jetzt diese Widerstände, sodass ich sie loslassen kann?
M: Nun, in unserem Dialog wäre es günstig, wenn Sie mir drei Sätze lang so zuhören, wie ich Ihnen zuhöre.

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Madhukar: So'n Guru ist sicher nicht nützlich. Aber ein wahrer Guru mag sehr, sehr gut sein. Aber Guru ist nicht etwas was Sie brauchen. Es gibt zwei Wortbedeutungen des Wortes Guru. Die eine Guri, aus dem Sanskrit, heißt Konzentration. Durch die Konzentration auf die Klarheit des Meisters, seine formlose Liebe, die jenseits Ihrer Vorstellungen ist, löst sich das auf, was Sie bisher glaubten zu sein. Nämlich die Person, die verhaftet ist an Gedanken und Körper. Ihr Körper bleibt bestehen - zumindest einige Jahrzehnte - auch Ihre Geisteskraft, aber diese krampfhafte Identifikation verschwindet.
Die zweite Wortbedeutung: Vertreiber der Dunkelheit. Guru: Vertreiber der Ignoranz.
Der Guru ist also nicht jemand, der Ihnen etwas Neues gibt, denn Sie sind ja bereits Das. Wenn, dann vertreibt er falsche Vorstellungen, Ignoranz. Das zum zweiten Teil Ihrer Frage. Zum ersten Teil, das können Sie selbst beurteilen, was Sie daran hindert glücklich zu sein. Betrachten Sie lediglich Ihre Gedanken von heute morgen beim Aufwachen bis jetzt, das behindert Sie.

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- # 11. Januar 2008 17:31
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5. April 2008 22:31
Ein wahrer Meister ist zutiefst demütig ohne Narzißmus und Selbstdarstellung. Er ist . Er spricht und lehrt durch sein SEIN.
Er bindet seine Schüler nicht an sich
oder macht sie psychisch abhängig.
Leider sind schon viele spirituell Suchende solchen Narzißten auf den Leim gegangen. Der Meister ist der Finger, der auf den Mond zeigt-aber nicht der Mond.
Dr.med. M. Baltz
Schüler von Willigis Jäger -
#
20. Juli 2008 19:59
Bekommt nicht jeder den Meister den er verdient oder den er benötigt? !Klares JA! Auf den "Leim" gegangen
oder nicht, die armen spirituellen Sucher! Viele haben anscheind Gehirnwäsche nötig und werden exakt von jener angezogen, wo sie`s am dicksten kriegen! Wer sein wahres wirkliches Leben nicht meistert, sucht gern nach Ersatzbefriedigung oder flüchtet in obskure Welten. Und der Verstand? Dem ist jedes Märchen recht! Ent-lassen Sie doch einfach all die wilden Tiere (Gedanken) in Ihrem Gehirn und schicken Sie sie übern Jordan.
Dann gehen Sie sofort, ohne zurück zu schauen, zur nächsten Party und feiern bis der Arzt kommt! Mein Vorschlag für Ihre perfekte Gehirnwäsche! Viel Spasss!
Eine moderne SelbstMeisterin
:-)



Geile Sache!!!
Ich bin dabei ;-) und Ihr?
Love 2 u all
Sukkhadas
Sodele Jetzetle!
Jetzt gehts ab!
;)
Bhadra
Music in the air and partying all night through with madhukar & dj sukkhadas. So give me the night, some good vibrations & pure love romance ...
...and I'll be there :)
Sanaka
Ihr wart alle spitze Leute! Diese Events sollten wirklich häufiger organisiert werden.
Ich bin euch zutiefst dankbar.
Love truly IS everywhere,
Sanaka
Love is dance, ich hoffe bald sind die Bilder zusehen ;-)
Sukkhadas
schade, warum kann man den nicht die Bilder von der Party kommentieren? War ne geile Party und hat viel Spaß gemacht!!! Love
Mein Lieber Sukkhadas,
Kommentieren ist jetzt auch möglich ;-)
In der Hitze des Gefechts vergisst man manchmal die Kleinigkeiten...
...aber wozu seid ihr denn da, meine lieben Liebenden, nicht wahr?
Herzliche Grüße, Sanaka