Elf Verse an Sri Arunachala

1. Nun, da Du durch Deine Gnade Deinen Anspruch auf mich erhoben hast, was soll aus mir werden, wenn nicht Du Dich mir offenbarst, und ich, sehnsüchtig nach Dir verlangend, gepeinigt von der Dunkelheit der Welt, und verloren? Oh Liebe, in Gestalt des Arunachala, kann der Lotos erblühen ohne den Anblick der Sonne? Du bist die Sonne der Sonnen; Du bewirkst, dass Gnade entspringt in Überfluss und hervorquellt als Strom.

2. Arunachala, Du Form der Gnade selbst! Einmal Deinen Anspruch auf mich erhoben, obgleich ich lieblos bin, wie kannst Du mich jetzt verloren sein lassen, und mich nicht so mit Liebe erfüllen, dass unaufhörlich ich mich verzehren muss nach Dir und schmelze im Innern wie Wachs über dem Feuer? Oh Nektar sprießt hervor in dem Herzen der Ergebenen! Hafen meiner Zuflucht! Lass Dein Wohlgefallen das meine sein, darin liegt meine Freude, Herr meines Lebens!

3. Mich mit den Stricken Deiner Gnade ziehend, obwohl ich nicht auch nur trübe an Dich dachte, hast Du entschieden mich vollständig zu vernichten. Wie denn hat einer so schwach wie ich Dich angegriffen, dass Du das Werk unvollendet belässt? Warum quälst Du mich also, hältst mich in der Schwebe zwischen Leben und Tod? Oh Arunachala! Erfülle Deinen Wunsch und lebe in Ewigkeit, während ich einsam zurück bleibe. Oh Herr!

4. Was war der Gewinn für Dich, von all denen, die sich mühen im Samsara, mich zu erwählen, mein hilfloses Selbst davor zu bewahren verloren zu gehen und mich zu Deinen Füßen zu halten? Herr des Meeres der Gnade! Allein nur an Dich zu denken beschämt mich. Mögest Du (lange) leben! Ich verneige mein Haupt vor Dir und preise Dich!

5. Herr! Du hast mich gefangen durch List, und all diese Tage hieltest Du mich zu Deinen Füßen! Herr! Du machtest mich (stehen) mit hängendem Kopf, (stumm) wie ein Bild, wenn nach Deiner Natur befragt. Herr! Gewähre mir Linderung in meinem Überdruss, kämpfend wie ein Reh, das gefangen ist. Herr Arunachala! Was kann Dein Wille sein? Wer bin ich, Dich zu begreifen?

6. Herr meines Lebens! Ich bin immer zu Deinen Füßen, wie ein Frosch, der den Spross des Lotos umfasst; mache mich stattdessen zur Honigbiene, die (von der Blüte des Herzens) den süßen Honig Reinen Bewusstseins saugt; dann werde ich erlöst sein. Falls ich mich verirre, während ich mich an Deine Lotosfüße schmiege, wird dies für Dich ein beständiger Pfeiler der Schande sein, Oh lodernde Säule von Licht, genannt Arunachala! Oh (weite) Ausdehnung von Gnade, feiner als Äther!

7. Oh Reiner! Wenn die fünf Elemente, die lebenden Wesen und jedes manifeste Ding nichts anderes sind als Dein allumfassendes Licht, wie kann ich (allein) dann getrennt sein von Dir? Da Du im Herzen leuchtest, eine alleinige Ausdehnung ohne Dualität, wie kann ich dann als davon verschieden hervorgehen? Zeige Dich, indem Du Deine Lotosfüße auf dem Kopf des Egos gründest, sobald es auftritt.

8. Du hast alles Wissen der graduellen Verwirklichung vor mir zurückgehalten, solange ich in der Welt lebte, und mich in Frieden gebracht; solch eine Fürsorge ist wahrlich glückselig und nicht schmerzhaft für irgendjemand, da der Tod im Leben in Wahrheit glorreich ist. Gewähre mir, mich verschwendend und verrückt (nach Dir), die unumschränkte Heilung, Deine Füße zu umfassen!

9. Oh Transzendenter! Ich bin der erste von jenen, die nicht die höchste Weisheit haben, Deine Füße in Freiheit von Bindung zu umschließen. Gib Du, dass meine Bürde Dir übertragen und meine Willensfreiheit ausgelöscht wird, denn was kann wirklich eine Bürde sein für den Erhalter (des Universums)? Höchster Herr! Ich habe genug (von den Früchten) des Tragens (der Last) dieser Welt auf meinem Haupt, getrennt von Dir. Arunachala, Höchstes Selbst! Halte mich nie mehr fern Deiner Füße!

10. Ich habe etwas neues entdeckt! Dieser Berg, der Magnet allen Lebens, verhaftet die Bewegungen eines jeden, der auch nur an ihn denkt, zieht ihn von Angesicht zu Angesicht mit ihm und fixiert ihn bewegungslos wie er selbst, um von seiner Seele zu nähren, die gereift ist. Was (ein Wunder) ist dies! Oh Seelen! Hütet euch vor Dem und lebt! Solch ein Zerstörer der Leben ist dieser herrliche Arunachala, der im Herzen leuchtet!

11. Wie viele sind es, die wie ich zerstört wurden, weil Sie diesen Berg für das Höchste halten? Oh Menschen, die überdrüssig dieses Lebens von tiefem Elend eine Möglichkeit suchen, den Körper aufzugeben, es gibt auf Erden eine seltene Medizin, die, ohne ihn wirklich zu töten, jeden vernichtet, der auch nur an sie denkt. Wisse, das ist kein anderer als Arunachala!

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