Yoga der Stille

Ihr Lieben
anbei ein wunderbares Zitat von unserem Meister zu Yoga der Stille:

Madhukar:

Yoga der Stille ist dieses Zusammentreffen in Wahrheit und ich freue mich, dass Sie gekommen sind, um in Stille zu verweilen. Stille ist kein Zustand, der kommt und geht. Stille ist nicht etwas, das für Sie nur durch mich erfahrbar ist, sondern ist Ihr wahres Selbst. Auch wenn Sie meist an Bewegung mehr interessiert sind. Sobald sich etwas bewegt, Ihre Gedanken, Ihre Gefühle, ein anderer Mensch, der ein Fenster öffnet,- sofort ist Ihre Aufmerksamkeit darauf gerichtet. Das liegt daran, dass die meisten Menschen Stille, Frieden keinen Respekt zukommen lassen. Nicht diesen Diamanten wertschätzen, der tief in Ihnen ist. Wir sind ein Leben lang bereits identifiziert mit diesem Körper, der wir glauben zu sein. Identifiziert mit der Person, die wir glauben zu sein, die sich aus nichts anderem selbst erschafft, als Gedanken, und Gefühlen. Und der Friede, die Stille, die wir sind in Wirklichkeit, wird meist übersehen. Mein Meister und sein Guru, auch ich werde als einen Advaita Meister bezeichnet. Aber für uns ist Advaita schon ein etwas fremdartiger Begriff. Kommt aus dem Sanskrit und heisst “Nicht-Zwei”. Dvaita wäre Zwei. A-dvaita heisst “Nicht-Zwei”. Während die meisten Religionen oder alle Religionen gehen von einer Trennung aus zwischen dem Göttlichen oder dem Absoluten und dem Relativen, dem Temporären, dem Individuellen. Advaita ist die Erkenntnis, dass nur Eins ist. Keine Trennung. Religion heisst wie Yoga auch Vereinigung. Auch im Wort Yoga ist eigentlich impliziert diese Trennung. Da aber das Advaita auch als Jnana Yoga bezeichnet wird, als Yoga der Erkenntnis, als das höchste Yoga, benutze ich diesen Begriff im Deutschen und nenne es Yoga der Stille, weil es in Wirklichkeit darum geht, selbst still zu werden und zu erkennen, wer ist, jetzt, hier. Immer. Was das immer Währende ist. Der Daseinsgrund. Das Jetzige, was allem zugrunde liegt. Im Leben übersehen wir den Daseinsgrund meist und glauben an unsere Geschichte, glauben an die Freuden und das Leid des Körpers, die Freuden und das Leid der Person, unsere Wünsche und Hoffnungen, unsere Enttäuschungen, unsere Erfahrungen. Glauben an ein Konzept des Geistes , nämlich die Person. Evolutionär gesehen ist das akzeptabel. Das Gehirn bestätigt durch die Sinneswahrnehmungen die Hypothesen der Evolution und deswegen nehmen Sie die Welt so wahr, wie Sie sie wahrnehmen. Dafür ist die Identifikation mit dem Körper zu seinem Schutz und der Person, um in der Welt klar zu kommen. Gut. Aber diese Funktionen des Gehirns sind nicht gut genug, um glücklich zu sein. Da aber immer währendes Glück Ihre wahre Natur ist, möchte ich Sie darauf hinweisen. Ihre Erfahrung ist nicht, dass immer währendes Glück hier ist, weil Sie mit dem Körper erfahren und mit Ihrem Gehirn. Jedoch wenn Sie Stille sind, einen Moment, hier Stille sind, nicht Gedanken hinterher rennen, wird sich offenbaren, unmittelbar, instant, sofort, dass Friede hier ist und nichts anderes. Alles andere kommt und geht. Dieser Friede ist immer. Erkennen Sie das, sind Sie frei und glücklich. Erkennen Sie das nicht, dann sind Sie eben das, was Sie aus Ihrem Leben kennen. Das ist die nackte Wahrheit. Nicht mehr und nicht weniger. Alles kommt und geht. Also warum dem Vergänglichen allzu sehr nachrennen. Geniessen Sie es, wenn es hier ist, aber es wird wieder gehen. Insofern, warum nicht erkennen, was immer ist und das sein. Dann darf kommen, was zu kommen hat und gehen, was zu gehen hat. (Musik) In der Stille offenbart sich Gnade. Diese strahlende Gnade, die in jedem von uns ist. Das ist die reinste Liebe und danach lechzen wir doch alle, geliebt zu sein. Diese Liebe ist bereits hier, in jedem von uns. Wir haben sie aber in Objekten gesucht, in anderen, in der Welt.

(Leimen 9.5.08)

love & gratitude

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