Wunderschönes Video vom Arunachala: Marco Marcello - JOY!!!
12 Comments Published by Madhukar Organisation on Samstag, 31. Mai 2008 at 07:15.Labels: Arunachala
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Lieber Madhukar,
die Quelle von wahrer Schönheit und Wahrheit,
ist das Wissen, das man wieder losgeworden ist.
Exformation statt Information.
Danke.
Andreas
Labels: Liebesbriefe

Es ist wie mit allen Bewegungen: erst sind es nur einige wenige mit einer Vision. So auch 1968. Spirituelle Werte, wie der Glaube an Frieden, Liebe und absolute individuelle Freiheit, fanden über junge Leute mit Blumen im Haar plötzlich den Weg in eine wohlstandsorientierte und vor Sicherheitsdenken blinde Gesellschaft.

Die sogenannten Hippies propagierten ein von bürgerlichen Tabus befreites Leben. Die Jugend suchte sich selbst in der Bewusstseinserweiterung und ihr Glück in der freien Liebe. Und wie wir das vom Satsang kennen, ziehen Menschen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen, andere Menschen geradezu magisch an.

Die Hippie-Bewegung, die den Hedonismus zum Lebensinhalt erklärt und sexuelle Tabus zu einem Tabu, muss nicht lange warten, bis sie Zulauf findet. Denn wer sehnt sich nicht – damals wie heute – nach einem Leben ohne Begrenzung und Druck, nach Selbstverwirklichung und persönlicher Akzeptanz? So wird aus einem überschaubaren sozialen Experiment schon nach kurzer Zeit eine Massenbewegung.

Doch schon zeigt sich auch die Kehrseite der Medaille: Traumtänzer und Drogensüchtige wandeln in bunten Gewändern durch die Städte. Der Aufruf zu mehr Solidarität und gegenseitiger Unterstützung mutiert zur plumpen Ausrede, die eigene Unlust, sich produktiv in die Gemeinschaft einzubringen, zu vertuschen. Was die Visionäre zuvor noch in letzter Konsequenz versuchten umzusetzen, verkommt immer mehr zu einem oberflächlichen Medienspektakel unreifer Teenager.

Am 6. Oktober 1967 – also schon zwei Jahre vor dem legendären Woodstock-Festival – wurde der Hippie und seine Kultur in einem riesigen Sarg symbolisch zu Grabe getragen. Der festliche Umzug durch Haight-Ashbury in San Francisco, der Keimzelle der Flower-Power-Subkultur, war ein Auflehnen gegen ihre immer stärkere Kommerzialisierung und Fehlinterpretation.

Fatalisten mögen behaupten, das alternative Lebensmodell der 68er-Generation sei gescheitert und in einer Welt der freien Marktwirtschaft schlicht nicht praktikabel. Im neuen Jahrtausend finden wir uns in einer globalen Gesellschaft wieder, die sich mehr denn je an den Maximen des Profits ausrichtet, sinnlose Kriege führt und vor sozialer Ungleichheit strotzt. Vielleicht ist ein Zusammenleben in Frieden und Solidarität tatsächlich (noch) nicht massentauglich.

Doch mitunter haben wir es dieser Generation von Visionären zu verdanken, dass wir heute als einzelne Individuen die Wahl haben, wie wir in dieser Welt leben wollen. Auf der Suche nach Selbsterkenntnis sind die Hippies nach Indien gereist. Sie haben eine neue Weltanschauung und zu allem Glück auch den Satsang mitgebracht. Ob mono- oder polygam, lesbisch, schwul, meditierend, betend, atheistisch: Die Allgemeinheit ist freier geworden, offener, vielleicht sogar menschlicher. In ihren gesellschaftlichen Idealen gescheitert oder nicht, eines steht fest: Die Blumenkinder haben unseren Horizont erweitert und uns das schönste und wichtigste Geschenk gemacht. Dafür haben sie ein dickes fettes Dankeschön verdient!


Die sogenannten Hippies propagierten ein von bürgerlichen Tabus befreites Leben. Die Jugend suchte sich selbst in der Bewusstseinserweiterung und ihr Glück in der freien Liebe. Und wie wir das vom Satsang kennen, ziehen Menschen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen, andere Menschen geradezu magisch an.
Die Hippie-Bewegung, die den Hedonismus zum Lebensinhalt erklärt und sexuelle Tabus zu einem Tabu, muss nicht lange warten, bis sie Zulauf findet. Denn wer sehnt sich nicht – damals wie heute – nach einem Leben ohne Begrenzung und Druck, nach Selbstverwirklichung und persönlicher Akzeptanz? So wird aus einem überschaubaren sozialen Experiment schon nach kurzer Zeit eine Massenbewegung.

Doch schon zeigt sich auch die Kehrseite der Medaille: Traumtänzer und Drogensüchtige wandeln in bunten Gewändern durch die Städte. Der Aufruf zu mehr Solidarität und gegenseitiger Unterstützung mutiert zur plumpen Ausrede, die eigene Unlust, sich produktiv in die Gemeinschaft einzubringen, zu vertuschen. Was die Visionäre zuvor noch in letzter Konsequenz versuchten umzusetzen, verkommt immer mehr zu einem oberflächlichen Medienspektakel unreifer Teenager.

Am 6. Oktober 1967 – also schon zwei Jahre vor dem legendären Woodstock-Festival – wurde der Hippie und seine Kultur in einem riesigen Sarg symbolisch zu Grabe getragen. Der festliche Umzug durch Haight-Ashbury in San Francisco, der Keimzelle der Flower-Power-Subkultur, war ein Auflehnen gegen ihre immer stärkere Kommerzialisierung und Fehlinterpretation.

Fatalisten mögen behaupten, das alternative Lebensmodell der 68er-Generation sei gescheitert und in einer Welt der freien Marktwirtschaft schlicht nicht praktikabel. Im neuen Jahrtausend finden wir uns in einer globalen Gesellschaft wieder, die sich mehr denn je an den Maximen des Profits ausrichtet, sinnlose Kriege führt und vor sozialer Ungleichheit strotzt. Vielleicht ist ein Zusammenleben in Frieden und Solidarität tatsächlich (noch) nicht massentauglich.

Doch mitunter haben wir es dieser Generation von Visionären zu verdanken, dass wir heute als einzelne Individuen die Wahl haben, wie wir in dieser Welt leben wollen. Auf der Suche nach Selbsterkenntnis sind die Hippies nach Indien gereist. Sie haben eine neue Weltanschauung und zu allem Glück auch den Satsang mitgebracht. Ob mono- oder polygam, lesbisch, schwul, meditierend, betend, atheistisch: Die Allgemeinheit ist freier geworden, offener, vielleicht sogar menschlicher. In ihren gesellschaftlichen Idealen gescheitert oder nicht, eines steht fest: Die Blumenkinder haben unseren Horizont erweitert und uns das schönste und wichtigste Geschenk gemacht. Dafür haben sie ein dickes fettes Dankeschön verdient!

Om Shanti Om!

Papaji in your heart
Labels: Papaji
THE LUCKNOW PROJECT - Music of Devotion to beloved Papa-ji
0 Comments Published by Madhukar Organisation on at 06:41.
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O ewiges Selbst in menschlicher Gestalt
0 Comments Published by Madhukar Organisation on Samstag, 24. Mai 2008 at 10:15.Liebster Madhukar,
ich kann die unermessliche Freude nicht beschreiben, in Ihnen meinem wahren Meister zu begegnen. Tausend Dank, dass ich Sie, dass Sie mich endlich gefunden haben. Erstmals war ich beim Festival am Wochenende in ihrer physischen Präsenz, doch kommt es mir vor, als hätten Sie mich schon ein Leben lang begleitet . Nein, das ist sicher . O Du ewiges Selbst in menschlicher Gestalt!

Was mich anbelangt, bin ich mir dessen, wer ich wirklich bin, oftmals sehr bewusst. Nur scheint diese Bewusstheit oft auch wieder durch den sogenannten Alltag, durch Gedanken und Gefühle, überschattet zu sein. Allein Ihnen zu begegnen, hat sich dessen bereits angenommen, und ich weiß tief innen, dass ihre Gnade mich berührt hat und Sie mich, wie die Biene ihre Honigblüte, zur prallen Frucht heranreifen lassen werden. (Der Honig ist übrigens köstlich, den man mir an ihrem Stand reichte.)
Von Herzen gern will ich von München zum Retreat nahe Bregenz kommen und hoffe fest darauf, dass mir dies finanziell möglich ist. Lebten Sie traditionell in einem Ashram, würde ich Sie inbrünstig bitten, bei ihnen wohnen und Ihnen dienen zu können, Meister.
Nur Sie allein weisen einen nach absoluter Freiheit. Strebenden, wie mich zur Vollendung im ureigensten Selbst zu bringen, so wie ein Gärtner seinen Wein anbaut, erntet, keltert und schließlich zum Festmahl am Tische der Welt reichlich verschwendet! Möge ich ihrem Gaumen ein edler Tropfen sein! Fragen habe ich keine, nur den brennenden Wunsch nach vollkommener Freiheit!
In tiefer Ergebung und Dankbarkeit,
Elias Satyananda Schulz
P.S.: Verzeihen Sie mir bitte die Ausschweifungen, die wohl auf
mein vernarrtes Herz in Verbindung mit der rechten Hirnhälfte
zurückzuführen sind. :-)
ich kann die unermessliche Freude nicht beschreiben, in Ihnen meinem wahren Meister zu begegnen. Tausend Dank, dass ich Sie, dass Sie mich endlich gefunden haben. Erstmals war ich beim Festival am Wochenende in ihrer physischen Präsenz, doch kommt es mir vor, als hätten Sie mich schon ein Leben lang begleitet . Nein, das ist sicher . O Du ewiges Selbst in menschlicher Gestalt!

Was mich anbelangt, bin ich mir dessen, wer ich wirklich bin, oftmals sehr bewusst. Nur scheint diese Bewusstheit oft auch wieder durch den sogenannten Alltag, durch Gedanken und Gefühle, überschattet zu sein. Allein Ihnen zu begegnen, hat sich dessen bereits angenommen, und ich weiß tief innen, dass ihre Gnade mich berührt hat und Sie mich, wie die Biene ihre Honigblüte, zur prallen Frucht heranreifen lassen werden. (Der Honig ist übrigens köstlich, den man mir an ihrem Stand reichte.)
Von Herzen gern will ich von München zum Retreat nahe Bregenz kommen und hoffe fest darauf, dass mir dies finanziell möglich ist. Lebten Sie traditionell in einem Ashram, würde ich Sie inbrünstig bitten, bei ihnen wohnen und Ihnen dienen zu können, Meister.
Nur Sie allein weisen einen nach absoluter Freiheit. Strebenden, wie mich zur Vollendung im ureigensten Selbst zu bringen, so wie ein Gärtner seinen Wein anbaut, erntet, keltert und schließlich zum Festmahl am Tische der Welt reichlich verschwendet! Möge ich ihrem Gaumen ein edler Tropfen sein! Fragen habe ich keine, nur den brennenden Wunsch nach vollkommener Freiheit!
In tiefer Ergebung und Dankbarkeit,
Elias Satyananda Schulz
P.S.: Verzeihen Sie mir bitte die Ausschweifungen, die wohl auf
mein vernarrtes Herz in Verbindung mit der rechten Hirnhälfte
zurückzuführen sind. :-)
Labels: Liebesbriefe
Dieser Artikel ist über Sai Baba von Shirdi, ein indischer Heiliger, der von Mitte des 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert lebte. Andere Personen, die sich Sai Baba nennen, siehe unter Sai Baba.
Sai Baba von Shirdi (+ 15. Oktober 1918), auch bekannt als Shirdi Sai Baba, war ein indischer Guru, Yogi und Fakir, der von seinen hinduistischen und muslimischen Anhänger für einen Heiligen gehalten wird. Einige seiner hinduistischen Devotees glauben, dass er eine Inkarnation von Shiva oder Dattatreya war, und er wurde als Satguru und Inkarnation Kabirs angesehen.
Der Name ‚Sai Baba’ ist eine Kombination von persisch und indisch. Sāī (Sa'ih) ist der persische Begriff für „Heiliger“, womit üblicherweise islamische Asketen bezeichnet werden, und das Wort Bābā bedeutet „Vater“ und wird in den indischen Sprachen benutzt. Die Bezeichnung bezieht sich daher auf Sai Baba als “Heiliger Vater” oder “Frommer Vater”. Seine Abstammung, Angaben über seine Geburt und sein Leben vor dem sechzehnten Lebensjahr sind unbekannt, was zu einer Vielzahl von Spekulationen und Theorien führte, um seine Herkunft zu klären. In seinem Leben und in seinen Lehren versuchte er, Hinduismus und Islam in Einklang zu bringen: Sai Baba lebte in einer Moschee, wurde in einem Hindutempel bestattet, praktizierte hinduistische und muslimische Rituale und lehrte Wörter und Ziffern zu benutzen, die aus beiden Traditionen kamen. Eines seiner bekannten Epigramme sprechen von Gott als „Allah Malik“ („Gott ist Meister“).
Sai Baba lehrte einen Moralkodex der Liebe, Vergebung, der Hilfe für andere, Nächstenliebe, Zufriedenheit, innerer Friede, Hingabe an Gott und Guru. Seine Philosophie war Advaita Vedanta und seine Lehren enthielten Elemente beider Schulen, Bhakti wie auch Islam.
Sai Baba ist nach wie vor ein berühmter Heiliger. Verehrt wird er hauptsächlich in Maharashtra, im südlichen Gujarat, Andhra Pradesh und Karnataka. Die Frage nach seiner hinduistischen oder muslimischen Herkunft ist nach wie vor ein Thema. Er wird auch von etlichen namhaften Religionsführer des Hinduismus und Sufismus verehrt. Einige seiner Schüler erlangten Berühmtheit als Spirituelle und Heilige.
Biografie
Hintergrund
Obwohl Sai Babas Herkunft unbekannt ist, gibt es Hinweise darauf, dass sein Geburtsort nicht weit von Shirdi lag. Genealogische Geschichtsforschungen in Shirdi unterstützen die Theorie, dass Baba dort unter dem Namen Haribhau Bhusari geboren sein könnte. Baba war bekannt dafür, auf Fragen nach seiner Herkunft vage, irreführende und widersprüchliche Antworten zu geben, schroff zu sagen, diese Information sei unwichtig. Zu einem nahen Anhänger, Mhalsapati, soll er gesagt haben, dass seine Eltern Brahmanen waren, er in dem Dorf Pathri geboren und in frühem Kindesalter der Obhut eines Fakirs anvertraut wurde. Bei einer anderen Gelegenheit ließ Baba verlauten, die Frau des Fakirs habe ihn der Fürsorge eines Hindu Gurus überlassen, Venkusa von Selu, und dass er zwölf Jahre als dessen Schüler bei Venkusa geblieben sei. Diese Dichotomie gab Anlass zu zwei Haupttheorien hinsichtlich Babas Hintergrund, wobei die Mehrheit der Biografen den hinduistischen über den islamischen stellt, während andere beide Theorien kombinieren (dass Sai Baba zuerst von einem Fakir aufgezogen wurde und dann von einem Guru).
Es heißt, Babas Ankunft in dem Dorf Shirdi im Ahmednagar Distrikt von Maharashtra, Indien, erfolgte, als er ungefähr sechzehn Jahre alt war. Obwohl es keine Übereinstimmung der Biografen hinsichtlich des Datums dieses Ereignisses gibt, stimmt man generell überein, dass Baba drei Jahre in Shirdi blieb, für ein Jahr verschwand, und dann ungefähr 1858 zurückkehrte und dort geblieben ist, was als mögliches Geburtsjahr auf 1838 schließen lässt. Er führte ein asketisches Leben, saß regungslos in einer Asana unter einem Neembaum und meditierte. Die Sai Satcharita erzählt von den Reaktionen der Dorfbewohner: „Die Menschen des Dorfes waren sehr verwundert darüber, dass ein solch junger Burschen eine derart harte Buße praktiziert, Hitze und Kälte außer Acht lassend. Am Tage schloss er sich niemanden an, bei Nacht fürchtete er niemanden.“ Seine Anwesenheit zog die Neugierde der Dorfbewohner an, und religiös ausgerichtete Menschen wie Mhalsapati, Appa Jogle und Kashinatha besuchten ihn regelmäßig, während andere wie zum Beispiel die Dorfkinder ihn für verrückt hielten und Steine nach ihm warfen. Nach einiger Zeit verließ er das Dorf und es ist nicht bekannt, wo er sich in dieser Zeit aufhielt oder was sich ereignete. Es gibt einige Hinweise, dass er sich mit vielen Heiligen und Fakiren getroffen und als Weber gearbeitet hat. Er behauptete, er habe in der Armee von Rani Lakshmibai von Jhansi während der indischen Rebellion 1857 gekämpft.
Das Leben in Shirdi

Shirdi Sai Baba sitzt vor seiner Moschee.1858 kehrte Sai Baba zurück nach Shirdi mit Chand Patil's Hochzeitsprozession. Nach der Ankunft nahe dem Khandoba Tempel wurde er von dem Tempelpriester Mhalsapati mit den Worten begrüßt: „Ya Sai“ (Willkommen Heiliger). Der Name Sai blieb an ihm haften und einige Zeit später wurde er unter dem Namen Sai Baba bekannt. Um diese Zeit begann er, sich in seinem berühmten Stil zu kleiden, der aus einem knielangen einteiligen Gewand (Kafni) bestand und einer Kopfbedeckung aus Tuch. Ramgir Bua, ein Devotee, bezeugte, dass Baba wie ein Athlet gekleidet war, als er in Shirdi ankam, seine Haare bis zu seinem Gesäß reichten, und er nie seinen Kopf rasierte. Nur einmal nach einem verwirkten Ringkampf mit einem Mohdin Tamboli nahm Baba den Kafni und die Kopfbedeckung ab, typische Sufi Kleidungsstücke. Diese Kleidung trug dazu bei, dass Baba für einen moslemischen Fakir gehalten wurde und war der Grund für die anfängliche Gleichgültigkeit und Anfeindungen gegen ihn in einem Dorf mit vorwiegend hinduistischen Einwohnern. Gemäß den Aussagen von B. V. Narasimhaswami, einem postumen Anhänger, weit gepriesen als Sai Babas „Apostel“, war dies die überwiegende Gesinnung sogar unter einigen seiner Devotees in Shirdi, sogar bis zum Jahr 1954.
Baba lebte vier bis fünf Jahre unter dem Neembaum. Oft wanderte er lange durch den Dschungel in und um Shirdi. Sein Verhalten galt als zurückgezogen und unkommunikativ, wenn er seine langen Meditationsperioden hatte. Schließlich konnte er überredet werden, in eine alte verfallene Masjid zu ziehen, in der er alleine für sich lebte. Er überlebte durch Betteln um Almosen und den Empfang umherziehender Hindus oder Moslems. In der Moschee unterhielt er ein heiliges Feuer, das als Dhuni bezeichnet wird. Es war seine Gepflogenheit, seinen Gästen davon heilige Asche (‚Udhi’) mitzugeben, bevor sie ihn wieder verließen. Diese galt als heilkräftig und als Schutz vor Gefahr. Zunächst verrichtete er die Funktion eines örtlichen Hakim und behandelte die Kranken durch die Anwendung des Udhi. Baba gab seinen Besuchern auch spirituellen Unterricht, er empfahl das Lesen heiliger Hindutexte zusammen mit dem Koran. Vor allem verwies er auf die Unentbehrlichkeit der ununterbrochenen Erinnerung des Namen Gottes (Dhikr, Japa). Er drückte sich oft rätselhaft in Gleichnissen, Symbolen und Allegorien aus. Er nahm an religiösen Festen teil, auch bereitete er Mahlzeiten für seine Besucher zu, die er dann unter ihnen als Prasad verteilte. Sai Babas Unterhaltung war Tanzen und das Singen religiöser Lieder (am besten gefielen ihm die Lieder von Kabir). Sein Verhalten war manchmal grob und heftig.
Nach 1910 begann sich Sai Babas Ruhm in Mumbai auszubreiten. Viele Menschen kamen zu ihm, weil sie ihn für einen Heiligen hielten (oder sogar für einen Avatar) mit der Kraft Wunder zu wirken. Sai Baba ging in Mahasamadhi ein am 15. Oktober 1918 um 2:30 Uhr nachmittags. Er starb im Schoße eines seiner Devotees mit kaum einem Besitztum, und er wurde gemäß seines Wunsches in der „Buty Wada“ begraben. Später wurde dort eine Mandir erbaut, bekannt als die „Samadhi Mandir“.
Namhafte Schüler
Sai Baba hinterließ keine spirituellen Erben und salbte keine Schüler. Er gab auch keine formelle Initiation. Er gehörte allen gleichermaßen, und alle gehörten gleichermaßen ihm. Manche seiner Schüler erreichten spirituellen Ruhm wie Upasni Maharaj von Sakori und Meher Baba von Ahmednagar. Nach Sai Babas Dahinscheiden boten seine Devotees das tägliche Aarti Upasani Maharaj dar, er besuchte Shirdi zweimal in einem Zeitabstand von zehn Jahren.
Lehre und Praktiken
Shirdi Sai Baba, gegen die Mauer seiner Masjid gelehnt, mit Devotees. Sai Baba vollzog Verehrungspraktiken des Hinduismus und Islam, er vermied jegliche Art regulärer Rituale, erlaubte jedoch die Ausübung von Namaz, das Chanten von Al-Fatiha und das Lesen des Koran zu muslimischen Festlichkeiten. Gelegentlich rezitierte er Al-Fatiha selbst. Auch hörte er gerne Moulu und Qawwali zusammen mit Tabla und Sarangi zweimal täglich. Er trug Kleidung, die an einen Sufi Fakir erinnerten. Sai Baba war gegen jegliche Art von Verfolgung aus religiösen und Kasten Gründen (zu seinen Lebzeiten waren religiöse Intoleranz und Konflikte an der Tagesordnung).
Sai Baba war ein Gegner religiöser Orthodoxie – von beidem, Hinduismus wie auch Islam. Obwohl Sai Baba selbst ein asketisches Leben führte, riet er seinen Anhänger, ein gewöhnliches Familienleben zu führen.
Sai Baba ermunterte seine Devotees zum Beten, Gottes Namen zu chanten und heilige Schriften zu lesen – er sagte Moslems, sie sollen den Koran studieren, und Hindus empfahl er Schriften wie Ramayana, Vishnu Sahasranam, Bhagavad Gita (und die dazugehörigen Kommentare), Yoga Vasistha. Er empfahl seinen Devotees und Anhänger ein moralisches Leben, anderen zu helfen, sie mit Liebe zu behandeln, und wichtige Charaktereigenschaften zu entwickeln: Vertrauen (Shraddha) und Geduld (Saburi). Er kritisierte Atheismus. In seinen Lehren betonte Sai Baba die Wichtigkeit, seine Pflichten ohne Anhaftung an weltliche Dinge auszuführen und stets zufrieden zu sein ungeachtet der jeweiligen Situation.
Sai Baba interpretierte auch religiöse Texte beider Religionen, über die er gemäß den Aussagen der Menschen, die mit ihm zusammen waren, ein fundiertes Wissen besaß. Er erklärte die Bedeutung der Hindu Schriften im Sinne von Advaita Vedanta. Das war die Natur seiner Philosophie. Sie enthielt auch zahlreiche Bhakti Elemente. In seinen Lehren waren die drei spirituellen Hauptpfade des Hinduismus – Bhakti Yoga, Jnana Yoga und Karma Yoga – erkennbar. Ein weiteres Beispiel für die Art und Weise, wie er beide Religionen miteinander verband, ist der Hindu Name, den er seiner Moschee gab: Dwarakamai.
Sai Baba sagte, Gott durchdringt alles und lebt in jedem Wesen und ist gleichwohl die Essenz eines jeden von ihnen. Er betonte das totale Einssein Gottes, was sehr nahe dem islamischen Tawhid und den hinduistischen Lehren ist, zum Beispiel den Upanischaden. Sai Baba sagte, dass die Welt und alles, was das Menschliche geben mag, vergänglich ist, nur Gott und seine Gaben sind ewig. Auch betonte er die Wichtigkeit der Hingabe zu Gott – Bhakti – und sich seinem Willen hinzugeben. Er sprach auch über die Bedeutsamkeit von Vertrauen und Hingabe an den spirituellen Gebieter (Guru). Er sage, jeder sei die Seele und nicht der Körper. Er riet seinen Schülern und Anhänger, die negativen Charaktereigenschaften zu überwinden und die guten zu entwickeln. Er lehrte sie, dass alles Schicksal vorbestimmt sei von Karma.
Sai Baba hinterließ keine schriftlichen Werke. Seine Lehren waren mündlicher Art, in der für ihn typischen Weise kurz, mehr prägnante Aussagen als ausführliche Reden. Sai bat seine Anhänger um Geld (Dakshina), das er am gleichen Tag an die Armen und an andere Devotees weitergab, den Rest gab er aus für Zündhölzer. Seinen Anhängern zufolge tat er dies, um sie von Habgier und materieller Anhaftung zu befreien.
Sai förderte Wohltätigkeit und die Wichtigkeit, mit anderen zu teilen. Er sagte: „Sofern nicht eine Art Beziehung oder Verbindung da ist, geht niemand irgendwo hin. Kommt gleich welcher Mensch oder Kreaturen zu dir, vertreibe sie nicht unhöflich, sondern empfange sie gut und behandle sie mit dem gebotenen Respekt. Shri Hari (Gott) wird gewiss erfreut sein, wenn du dein Wasser den Durstigen gibst, Brot den Hungrigen, Kleidung den Unverhüllten und deine Veranda den Fremden zum Sitzen und Rasten. Möchte jemand Geld von dir und du bist nicht geneigt welches zu geben, dann gib nichts, aber belle ihn nicht an wie einen Hund.“ Andere bevorzugte Reden von ihm waren: „Warum fürchtest du dich, wenn ich hier bin?“, „Er hat keinen Anfang ... Er hat kein Ende.“ Sai Baba machte seinen Devotees elf Zusicherungen:
1. Wer auch immer seine Füße auf den Boden von Shirdi setzt, dessen Leiden wird beendet sein.
2. Die Elenden und Unglücklichen werden zur Freude und zum Glück aufsteigen, sobald sie die Stufen zu meinem Samadhi erklimmen.
3. Ich werde immer aktiv und kraftvoll sein, auch nach dem Verlassen dieses weltlichen Körpers.
4. Mein Grabmal wird segnen und zu den Sorgen und Nöten meiner Devotees sprechen.
5. Ich werde aktiv und kraftvoll sein, sogar von meinem Grabmal aus.
6. Meine sterblichen Überreste werden von meinem Grabmal aus sprechen.
7. Ich lebe ewig um allen zu helfen und zu leiten, die zu mir kommen, die sich mir hingeben und Zuflucht in mir suchen.
8. Wenn du auf mich schaust, schaue ich auf dich.
9. Wenn du deine Last mir überwirfst, werde ich sie fürwahr tragen.
10. Wenn du meinen Rat und Hilfe suchst, soll sie dir sofort gegeben werden.
11. Es soll kein Mangel sein im Haus meines Devotees.
Verehrung und Devotees
Die Shirdi Sai Bewegung begann im 19. Jahrhundert, als Sai Baba in Shirdi lebte. Ein lokaler Khandoba Priester – Mhalsapathy – soll sein erster Devotee gewesen sein. Im 19. Jahrhundert waren Sai Babas Anhänger nur eine kleine Gruppe von Shirdi Einwohner und einige Leute von anderen Teilen Indiens. Die Entwicklung begann im 20. Jahrhundert und noch schneller 1910, als Sankirtans von Das Ganu (einer Sai Babas Devotees) dessen Ruhm in ganz Indien ausbreitete. Seit 1910 kommen zahlreiche Hindus und Moslems von allen Teilen Indiens nach Shirdi. Während seiner Lebzeiten verehrten ihn die Hindus mit hinduistischen Ritualen, und Moslems verehrten ihn zutiefst als Heiligen. Später (in den letzten Jahren seines Lebens) begannen auch Christen und Zoroastrier, sich der Shirdi Sai Bewegung anzuschließen.
Die Sai Baba Mandir in Shirdi ist aktiv und jeden Tag findet darin die Verehrung Sai Babas statt. Shirdi wird täglich von Pilgern besucht. Besonders verehrt und angebetet wird Shirdi Baba in dem Staat Maharashtra. Dort ist eine religiöse Organisation von Sai Baba Devotees mit dem Namen Shri Saibaba Sansthan Trust ansässig.
Die Devotees von Shirdi Sai Baba sind über ganz Indien verbreitet. Der ‚Gale Encyclopedia of Religion’ zufolge gibt es mindestens eine Sai Baba Mandir in fast jeder indischen Stadt. Sai Baba ist sehr populär in Indien. Einige gewöhnliche, nichtreligiöse Verlagshäuser (wie zum Beispiel Sterling Publishers) haben Bücher über Shirdi Sai herausgegeben, die von seinen Devotees geschrieben wurden. Shirdi ist einer der am meisten besuchten hinduistischen Wallfahrtsorte. Die Shirdi Sai Baba Bewegung ist teilweise organisiert. Nur ein Teil seiner Anhänger und Devotees gehören zu der Shri Saibaba Sansthan oder anderen religiösen Organisationen, die ihn verehren.
Über Indien hinaus hat sich die Shirdi Sai Bewegung unter anderem in den U.S. und in der Karibik verbreitet. Sai Baba Mandirs und Organisationen seiner Devotees befinden sich in Australien, Malaysia, Singapur und in den USA. Die Shirdi Sai Baba Bewegung ist eine der größten hinduistischen religiösen Bewegungen in den Englisch sprechenden Ländern. Schätzungen zufolge wird die Sai Mandir in Shirdi täglich von ca. zwanzigtausend Pilgern besucht, während religiöser Festlichkeiten erhöht sich die Zahl auf hunderttausend.
Wunder
Die Millionen Schüler, Anhänger und Devotees von Sai Baba glauben, dass er viele Wunder gewirkt hat. Einige davon waren: an zwei verschiedenen Orten zur gleichen Zeit sein, Exorzismus, das Heilen von unheilbar Kranken, Devotees in Not auf wundertätige Weise helfen, das Lesen der Gedanken anderer. Viele Einwohner Shirdis sprachen über diese Wunder. Einige von ihnen schrieben darüber sogar in Bücher. Sie erzählten und schrieben darüber, wie sie (und andere) Zeugen seiner ungewöhnlichen yogischen Kräfte waren: Levitation, sich nach Belieben in den Zustand des klinischen Todes versetzen, sogar das Entfernen seiner Gliedmaßen und Wiedereinsetzen in den Körper (Khanda Yoga), dasselbe mit seinen Eingeweiden.
Seinen Anhängern zufolge erschien er ihnen nach seinem Tod in Träumen, Visionen und sogar körperlich, wobei er Ihnen oft Ratschläge erteilte. Mit festem Vertrauen lassen sich Wunder von Sai Baba hervorrufen. Jeder seiner Devotees hat viele Geschichten und Erfahrungen zu erzählen.
Historische Quellen
Biografen von Sai Baba von Shirdi (z.B. Govindrao Ragulnath Dabholkar, Acharya Ekkirala Bharadwaja, Smriti Srinivas, Antonio Rigopolous) stützen sich darauf, was Menschen sagten und niederschrieben, die Sai Baba kannten. Eine weitere Quelle ist das Shirdi Tagebuch, geschrieben von Ganesha Shrikrishna Khaparde, das jeden Tag beschreibt, an dem der Autor in Shirdi war. Schlussfolgerungen bei Spekulationen über die unbekannten Abschnitte des Lebens von Sai Baba basieren hauptsächlich auf seinen eigenen Worten.
Die wichtigste Quelle hinsichtlich Sai Babas Leben ist die ‚Shri Sai Satcharita’, geschrieben 1916 in Marathi von Govindrao Ragulnath Dabholkar (ins Englische übersetzt von Nagesh Vasudevanand Gunaji mit dem englischen Titel ‚Shri Sai Satcharitra’), dem Sai Baba den Spitznamen Hemadpant gab. Dies ist eine Beschreibung seines Lebens, seiner Lehren und Wunder. Andere bekannte Quellen über Sai Baba sind die Bücher von B. V. Narasimhaswamiji, z. B. ‚Sri Sai Baba’s Charters and Sayings’ oder ‚Devotee’s Experiences of Sai Baba’. ‚Sri Sai Baba and His Teachings’ von Acharya Ekkirala Bharadwaja ist eine fundierte Studie von Sai Babas täglichem Leben und seinen Aktivitäten.
In verschiedenen Religionen
Hinduismus

Zu Sai Babas Lebzeiten erklärte ihn der Hindu Heilige Anandanath von Yewala zum "[spirituellen] Diamant". Ein anderer Heiliger, Gangagir, nannte ihn einen [spirituellen] Juwel. Sri Beedkar Maharaj verehrte Sai Baba zutiefst, und als er ihn 1873 traf, verlieh er ihm den Titel Jagatguru. Ebenso zutiefst respektiert wurde Sai Baba von Vasudevananda Saraswati (bekannt als Tembye Swami). Sai of Shirdi wurde ebenso verehrt von einer Gruppe Shaivic Yogis, denen er zugehörig war, bekannt als Nath-Panchayat. Swami Kaleshwar verehrt Sai Baba öffentlich und behandelt ihn als großen Heiligen und seinen eigenen Guru. Für Sathya Sai Baba ist er ein Avatar und seine vorherige Reinkarnation.
Andere Religionen
In der islamischen Kultur erscheint die Person Sai Baba hauptsächlich im Sufismus. Meher Baba erklärte Baba zu einem Qutub-e-Irshad – dem höchsten der fünf Qutubs. Baba wird auch von prominenten Zoroastrier verehrt wie zum Beispiel Nanabhoy Palkhivala und Homi Bhabha und gilt als die populärste nicht-zoroatrianische religiöse Figur, die die Aufmerksamkeit der Zoroastrianer auf sich zog.
In der Kultur
Sakrale Kunst und Architektur
In fast jeder größeren Stadt Indiens gibt es mindestens einen Sai Baba Tempel. Es gibt sogar einige in Städten außerhalb Indiens. In der Moschee in Shirdi, in der Sai Baba lebte, gibt es ein lebensgroßes Portrait von ihm, angefertigt von Shama Rao Jaykar, ein Künstler aus Mumbai. Es wurden zahlreiche Monumente und Statuen mit der Darstellung Sai Babas angefertigt, die religiösen Zwecken dienen. Eine davon, aus Marmor, von einem Bildhauer namens Talim, befindet sich in der Samadhi Mandir in Shirdi, wo Sai Baba bestattet wurde. In Sai Baba Mandirs spielen seine Devotees vielerlei Art religiöser Devotionmusik, wie zum Beispiel Arati.
Sai Baba von Shirdi (+ 15. Oktober 1918), auch bekannt als Shirdi Sai Baba, war ein indischer Guru, Yogi und Fakir, der von seinen hinduistischen und muslimischen Anhänger für einen Heiligen gehalten wird. Einige seiner hinduistischen Devotees glauben, dass er eine Inkarnation von Shiva oder Dattatreya war, und er wurde als Satguru und Inkarnation Kabirs angesehen.
Der Name ‚Sai Baba’ ist eine Kombination von persisch und indisch. Sāī (Sa'ih) ist der persische Begriff für „Heiliger“, womit üblicherweise islamische Asketen bezeichnet werden, und das Wort Bābā bedeutet „Vater“ und wird in den indischen Sprachen benutzt. Die Bezeichnung bezieht sich daher auf Sai Baba als “Heiliger Vater” oder “Frommer Vater”. Seine Abstammung, Angaben über seine Geburt und sein Leben vor dem sechzehnten Lebensjahr sind unbekannt, was zu einer Vielzahl von Spekulationen und Theorien führte, um seine Herkunft zu klären. In seinem Leben und in seinen Lehren versuchte er, Hinduismus und Islam in Einklang zu bringen: Sai Baba lebte in einer Moschee, wurde in einem Hindutempel bestattet, praktizierte hinduistische und muslimische Rituale und lehrte Wörter und Ziffern zu benutzen, die aus beiden Traditionen kamen. Eines seiner bekannten Epigramme sprechen von Gott als „Allah Malik“ („Gott ist Meister“).
Sai Baba lehrte einen Moralkodex der Liebe, Vergebung, der Hilfe für andere, Nächstenliebe, Zufriedenheit, innerer Friede, Hingabe an Gott und Guru. Seine Philosophie war Advaita Vedanta und seine Lehren enthielten Elemente beider Schulen, Bhakti wie auch Islam.
Sai Baba ist nach wie vor ein berühmter Heiliger. Verehrt wird er hauptsächlich in Maharashtra, im südlichen Gujarat, Andhra Pradesh und Karnataka. Die Frage nach seiner hinduistischen oder muslimischen Herkunft ist nach wie vor ein Thema. Er wird auch von etlichen namhaften Religionsführer des Hinduismus und Sufismus verehrt. Einige seiner Schüler erlangten Berühmtheit als Spirituelle und Heilige.
Biografie
Hintergrund
Obwohl Sai Babas Herkunft unbekannt ist, gibt es Hinweise darauf, dass sein Geburtsort nicht weit von Shirdi lag. Genealogische Geschichtsforschungen in Shirdi unterstützen die Theorie, dass Baba dort unter dem Namen Haribhau Bhusari geboren sein könnte. Baba war bekannt dafür, auf Fragen nach seiner Herkunft vage, irreführende und widersprüchliche Antworten zu geben, schroff zu sagen, diese Information sei unwichtig. Zu einem nahen Anhänger, Mhalsapati, soll er gesagt haben, dass seine Eltern Brahmanen waren, er in dem Dorf Pathri geboren und in frühem Kindesalter der Obhut eines Fakirs anvertraut wurde. Bei einer anderen Gelegenheit ließ Baba verlauten, die Frau des Fakirs habe ihn der Fürsorge eines Hindu Gurus überlassen, Venkusa von Selu, und dass er zwölf Jahre als dessen Schüler bei Venkusa geblieben sei. Diese Dichotomie gab Anlass zu zwei Haupttheorien hinsichtlich Babas Hintergrund, wobei die Mehrheit der Biografen den hinduistischen über den islamischen stellt, während andere beide Theorien kombinieren (dass Sai Baba zuerst von einem Fakir aufgezogen wurde und dann von einem Guru).
Es heißt, Babas Ankunft in dem Dorf Shirdi im Ahmednagar Distrikt von Maharashtra, Indien, erfolgte, als er ungefähr sechzehn Jahre alt war. Obwohl es keine Übereinstimmung der Biografen hinsichtlich des Datums dieses Ereignisses gibt, stimmt man generell überein, dass Baba drei Jahre in Shirdi blieb, für ein Jahr verschwand, und dann ungefähr 1858 zurückkehrte und dort geblieben ist, was als mögliches Geburtsjahr auf 1838 schließen lässt. Er führte ein asketisches Leben, saß regungslos in einer Asana unter einem Neembaum und meditierte. Die Sai Satcharita erzählt von den Reaktionen der Dorfbewohner: „Die Menschen des Dorfes waren sehr verwundert darüber, dass ein solch junger Burschen eine derart harte Buße praktiziert, Hitze und Kälte außer Acht lassend. Am Tage schloss er sich niemanden an, bei Nacht fürchtete er niemanden.“ Seine Anwesenheit zog die Neugierde der Dorfbewohner an, und religiös ausgerichtete Menschen wie Mhalsapati, Appa Jogle und Kashinatha besuchten ihn regelmäßig, während andere wie zum Beispiel die Dorfkinder ihn für verrückt hielten und Steine nach ihm warfen. Nach einiger Zeit verließ er das Dorf und es ist nicht bekannt, wo er sich in dieser Zeit aufhielt oder was sich ereignete. Es gibt einige Hinweise, dass er sich mit vielen Heiligen und Fakiren getroffen und als Weber gearbeitet hat. Er behauptete, er habe in der Armee von Rani Lakshmibai von Jhansi während der indischen Rebellion 1857 gekämpft.
Das Leben in Shirdi
Shirdi Sai Baba sitzt vor seiner Moschee.1858 kehrte Sai Baba zurück nach Shirdi mit Chand Patil's Hochzeitsprozession. Nach der Ankunft nahe dem Khandoba Tempel wurde er von dem Tempelpriester Mhalsapati mit den Worten begrüßt: „Ya Sai“ (Willkommen Heiliger). Der Name Sai blieb an ihm haften und einige Zeit später wurde er unter dem Namen Sai Baba bekannt. Um diese Zeit begann er, sich in seinem berühmten Stil zu kleiden, der aus einem knielangen einteiligen Gewand (Kafni) bestand und einer Kopfbedeckung aus Tuch. Ramgir Bua, ein Devotee, bezeugte, dass Baba wie ein Athlet gekleidet war, als er in Shirdi ankam, seine Haare bis zu seinem Gesäß reichten, und er nie seinen Kopf rasierte. Nur einmal nach einem verwirkten Ringkampf mit einem Mohdin Tamboli nahm Baba den Kafni und die Kopfbedeckung ab, typische Sufi Kleidungsstücke. Diese Kleidung trug dazu bei, dass Baba für einen moslemischen Fakir gehalten wurde und war der Grund für die anfängliche Gleichgültigkeit und Anfeindungen gegen ihn in einem Dorf mit vorwiegend hinduistischen Einwohnern. Gemäß den Aussagen von B. V. Narasimhaswami, einem postumen Anhänger, weit gepriesen als Sai Babas „Apostel“, war dies die überwiegende Gesinnung sogar unter einigen seiner Devotees in Shirdi, sogar bis zum Jahr 1954.
Baba lebte vier bis fünf Jahre unter dem Neembaum. Oft wanderte er lange durch den Dschungel in und um Shirdi. Sein Verhalten galt als zurückgezogen und unkommunikativ, wenn er seine langen Meditationsperioden hatte. Schließlich konnte er überredet werden, in eine alte verfallene Masjid zu ziehen, in der er alleine für sich lebte. Er überlebte durch Betteln um Almosen und den Empfang umherziehender Hindus oder Moslems. In der Moschee unterhielt er ein heiliges Feuer, das als Dhuni bezeichnet wird. Es war seine Gepflogenheit, seinen Gästen davon heilige Asche (‚Udhi’) mitzugeben, bevor sie ihn wieder verließen. Diese galt als heilkräftig und als Schutz vor Gefahr. Zunächst verrichtete er die Funktion eines örtlichen Hakim und behandelte die Kranken durch die Anwendung des Udhi. Baba gab seinen Besuchern auch spirituellen Unterricht, er empfahl das Lesen heiliger Hindutexte zusammen mit dem Koran. Vor allem verwies er auf die Unentbehrlichkeit der ununterbrochenen Erinnerung des Namen Gottes (Dhikr, Japa). Er drückte sich oft rätselhaft in Gleichnissen, Symbolen und Allegorien aus. Er nahm an religiösen Festen teil, auch bereitete er Mahlzeiten für seine Besucher zu, die er dann unter ihnen als Prasad verteilte. Sai Babas Unterhaltung war Tanzen und das Singen religiöser Lieder (am besten gefielen ihm die Lieder von Kabir). Sein Verhalten war manchmal grob und heftig.
Nach 1910 begann sich Sai Babas Ruhm in Mumbai auszubreiten. Viele Menschen kamen zu ihm, weil sie ihn für einen Heiligen hielten (oder sogar für einen Avatar) mit der Kraft Wunder zu wirken. Sai Baba ging in Mahasamadhi ein am 15. Oktober 1918 um 2:30 Uhr nachmittags. Er starb im Schoße eines seiner Devotees mit kaum einem Besitztum, und er wurde gemäß seines Wunsches in der „Buty Wada“ begraben. Später wurde dort eine Mandir erbaut, bekannt als die „Samadhi Mandir“.
Namhafte Schüler
Sai Baba hinterließ keine spirituellen Erben und salbte keine Schüler. Er gab auch keine formelle Initiation. Er gehörte allen gleichermaßen, und alle gehörten gleichermaßen ihm. Manche seiner Schüler erreichten spirituellen Ruhm wie Upasni Maharaj von Sakori und Meher Baba von Ahmednagar. Nach Sai Babas Dahinscheiden boten seine Devotees das tägliche Aarti Upasani Maharaj dar, er besuchte Shirdi zweimal in einem Zeitabstand von zehn Jahren.
Lehre und Praktiken
Sai Baba war ein Gegner religiöser Orthodoxie – von beidem, Hinduismus wie auch Islam. Obwohl Sai Baba selbst ein asketisches Leben führte, riet er seinen Anhänger, ein gewöhnliches Familienleben zu führen.
Sai Baba ermunterte seine Devotees zum Beten, Gottes Namen zu chanten und heilige Schriften zu lesen – er sagte Moslems, sie sollen den Koran studieren, und Hindus empfahl er Schriften wie Ramayana, Vishnu Sahasranam, Bhagavad Gita (und die dazugehörigen Kommentare), Yoga Vasistha. Er empfahl seinen Devotees und Anhänger ein moralisches Leben, anderen zu helfen, sie mit Liebe zu behandeln, und wichtige Charaktereigenschaften zu entwickeln: Vertrauen (Shraddha) und Geduld (Saburi). Er kritisierte Atheismus. In seinen Lehren betonte Sai Baba die Wichtigkeit, seine Pflichten ohne Anhaftung an weltliche Dinge auszuführen und stets zufrieden zu sein ungeachtet der jeweiligen Situation.
Sai Baba interpretierte auch religiöse Texte beider Religionen, über die er gemäß den Aussagen der Menschen, die mit ihm zusammen waren, ein fundiertes Wissen besaß. Er erklärte die Bedeutung der Hindu Schriften im Sinne von Advaita Vedanta. Das war die Natur seiner Philosophie. Sie enthielt auch zahlreiche Bhakti Elemente. In seinen Lehren waren die drei spirituellen Hauptpfade des Hinduismus – Bhakti Yoga, Jnana Yoga und Karma Yoga – erkennbar. Ein weiteres Beispiel für die Art und Weise, wie er beide Religionen miteinander verband, ist der Hindu Name, den er seiner Moschee gab: Dwarakamai.
Sai Baba sagte, Gott durchdringt alles und lebt in jedem Wesen und ist gleichwohl die Essenz eines jeden von ihnen. Er betonte das totale Einssein Gottes, was sehr nahe dem islamischen Tawhid und den hinduistischen Lehren ist, zum Beispiel den Upanischaden. Sai Baba sagte, dass die Welt und alles, was das Menschliche geben mag, vergänglich ist, nur Gott und seine Gaben sind ewig. Auch betonte er die Wichtigkeit der Hingabe zu Gott – Bhakti – und sich seinem Willen hinzugeben. Er sprach auch über die Bedeutsamkeit von Vertrauen und Hingabe an den spirituellen Gebieter (Guru). Er sage, jeder sei die Seele und nicht der Körper. Er riet seinen Schülern und Anhänger, die negativen Charaktereigenschaften zu überwinden und die guten zu entwickeln. Er lehrte sie, dass alles Schicksal vorbestimmt sei von Karma.
Sai Baba hinterließ keine schriftlichen Werke. Seine Lehren waren mündlicher Art, in der für ihn typischen Weise kurz, mehr prägnante Aussagen als ausführliche Reden. Sai bat seine Anhänger um Geld (Dakshina), das er am gleichen Tag an die Armen und an andere Devotees weitergab, den Rest gab er aus für Zündhölzer. Seinen Anhängern zufolge tat er dies, um sie von Habgier und materieller Anhaftung zu befreien.
Sai förderte Wohltätigkeit und die Wichtigkeit, mit anderen zu teilen. Er sagte: „Sofern nicht eine Art Beziehung oder Verbindung da ist, geht niemand irgendwo hin. Kommt gleich welcher Mensch oder Kreaturen zu dir, vertreibe sie nicht unhöflich, sondern empfange sie gut und behandle sie mit dem gebotenen Respekt. Shri Hari (Gott) wird gewiss erfreut sein, wenn du dein Wasser den Durstigen gibst, Brot den Hungrigen, Kleidung den Unverhüllten und deine Veranda den Fremden zum Sitzen und Rasten. Möchte jemand Geld von dir und du bist nicht geneigt welches zu geben, dann gib nichts, aber belle ihn nicht an wie einen Hund.“ Andere bevorzugte Reden von ihm waren: „Warum fürchtest du dich, wenn ich hier bin?“, „Er hat keinen Anfang ... Er hat kein Ende.“ Sai Baba machte seinen Devotees elf Zusicherungen:
1. Wer auch immer seine Füße auf den Boden von Shirdi setzt, dessen Leiden wird beendet sein.
2. Die Elenden und Unglücklichen werden zur Freude und zum Glück aufsteigen, sobald sie die Stufen zu meinem Samadhi erklimmen.
3. Ich werde immer aktiv und kraftvoll sein, auch nach dem Verlassen dieses weltlichen Körpers.
4. Mein Grabmal wird segnen und zu den Sorgen und Nöten meiner Devotees sprechen.
5. Ich werde aktiv und kraftvoll sein, sogar von meinem Grabmal aus.
6. Meine sterblichen Überreste werden von meinem Grabmal aus sprechen.
7. Ich lebe ewig um allen zu helfen und zu leiten, die zu mir kommen, die sich mir hingeben und Zuflucht in mir suchen.
8. Wenn du auf mich schaust, schaue ich auf dich.
9. Wenn du deine Last mir überwirfst, werde ich sie fürwahr tragen.
10. Wenn du meinen Rat und Hilfe suchst, soll sie dir sofort gegeben werden.
11. Es soll kein Mangel sein im Haus meines Devotees.
Verehrung und Devotees
Die Shirdi Sai Bewegung begann im 19. Jahrhundert, als Sai Baba in Shirdi lebte. Ein lokaler Khandoba Priester – Mhalsapathy – soll sein erster Devotee gewesen sein. Im 19. Jahrhundert waren Sai Babas Anhänger nur eine kleine Gruppe von Shirdi Einwohner und einige Leute von anderen Teilen Indiens. Die Entwicklung begann im 20. Jahrhundert und noch schneller 1910, als Sankirtans von Das Ganu (einer Sai Babas Devotees) dessen Ruhm in ganz Indien ausbreitete. Seit 1910 kommen zahlreiche Hindus und Moslems von allen Teilen Indiens nach Shirdi. Während seiner Lebzeiten verehrten ihn die Hindus mit hinduistischen Ritualen, und Moslems verehrten ihn zutiefst als Heiligen. Später (in den letzten Jahren seines Lebens) begannen auch Christen und Zoroastrier, sich der Shirdi Sai Bewegung anzuschließen.
Die Sai Baba Mandir in Shirdi ist aktiv und jeden Tag findet darin die Verehrung Sai Babas statt. Shirdi wird täglich von Pilgern besucht. Besonders verehrt und angebetet wird Shirdi Baba in dem Staat Maharashtra. Dort ist eine religiöse Organisation von Sai Baba Devotees mit dem Namen Shri Saibaba Sansthan Trust ansässig.
Die Devotees von Shirdi Sai Baba sind über ganz Indien verbreitet. Der ‚Gale Encyclopedia of Religion’ zufolge gibt es mindestens eine Sai Baba Mandir in fast jeder indischen Stadt. Sai Baba ist sehr populär in Indien. Einige gewöhnliche, nichtreligiöse Verlagshäuser (wie zum Beispiel Sterling Publishers) haben Bücher über Shirdi Sai herausgegeben, die von seinen Devotees geschrieben wurden. Shirdi ist einer der am meisten besuchten hinduistischen Wallfahrtsorte. Die Shirdi Sai Baba Bewegung ist teilweise organisiert. Nur ein Teil seiner Anhänger und Devotees gehören zu der Shri Saibaba Sansthan oder anderen religiösen Organisationen, die ihn verehren.
Über Indien hinaus hat sich die Shirdi Sai Bewegung unter anderem in den U.S. und in der Karibik verbreitet. Sai Baba Mandirs und Organisationen seiner Devotees befinden sich in Australien, Malaysia, Singapur und in den USA. Die Shirdi Sai Baba Bewegung ist eine der größten hinduistischen religiösen Bewegungen in den Englisch sprechenden Ländern. Schätzungen zufolge wird die Sai Mandir in Shirdi täglich von ca. zwanzigtausend Pilgern besucht, während religiöser Festlichkeiten erhöht sich die Zahl auf hunderttausend.
Wunder
Die Millionen Schüler, Anhänger und Devotees von Sai Baba glauben, dass er viele Wunder gewirkt hat. Einige davon waren: an zwei verschiedenen Orten zur gleichen Zeit sein, Exorzismus, das Heilen von unheilbar Kranken, Devotees in Not auf wundertätige Weise helfen, das Lesen der Gedanken anderer. Viele Einwohner Shirdis sprachen über diese Wunder. Einige von ihnen schrieben darüber sogar in Bücher. Sie erzählten und schrieben darüber, wie sie (und andere) Zeugen seiner ungewöhnlichen yogischen Kräfte waren: Levitation, sich nach Belieben in den Zustand des klinischen Todes versetzen, sogar das Entfernen seiner Gliedmaßen und Wiedereinsetzen in den Körper (Khanda Yoga), dasselbe mit seinen Eingeweiden.
Seinen Anhängern zufolge erschien er ihnen nach seinem Tod in Träumen, Visionen und sogar körperlich, wobei er Ihnen oft Ratschläge erteilte. Mit festem Vertrauen lassen sich Wunder von Sai Baba hervorrufen. Jeder seiner Devotees hat viele Geschichten und Erfahrungen zu erzählen.
Historische Quellen
Biografen von Sai Baba von Shirdi (z.B. Govindrao Ragulnath Dabholkar, Acharya Ekkirala Bharadwaja, Smriti Srinivas, Antonio Rigopolous) stützen sich darauf, was Menschen sagten und niederschrieben, die Sai Baba kannten. Eine weitere Quelle ist das Shirdi Tagebuch, geschrieben von Ganesha Shrikrishna Khaparde, das jeden Tag beschreibt, an dem der Autor in Shirdi war. Schlussfolgerungen bei Spekulationen über die unbekannten Abschnitte des Lebens von Sai Baba basieren hauptsächlich auf seinen eigenen Worten.
Die wichtigste Quelle hinsichtlich Sai Babas Leben ist die ‚Shri Sai Satcharita’, geschrieben 1916 in Marathi von Govindrao Ragulnath Dabholkar (ins Englische übersetzt von Nagesh Vasudevanand Gunaji mit dem englischen Titel ‚Shri Sai Satcharitra’), dem Sai Baba den Spitznamen Hemadpant gab. Dies ist eine Beschreibung seines Lebens, seiner Lehren und Wunder. Andere bekannte Quellen über Sai Baba sind die Bücher von B. V. Narasimhaswamiji, z. B. ‚Sri Sai Baba’s Charters and Sayings’ oder ‚Devotee’s Experiences of Sai Baba’. ‚Sri Sai Baba and His Teachings’ von Acharya Ekkirala Bharadwaja ist eine fundierte Studie von Sai Babas täglichem Leben und seinen Aktivitäten.
In verschiedenen Religionen
Hinduismus
Zu Sai Babas Lebzeiten erklärte ihn der Hindu Heilige Anandanath von Yewala zum "[spirituellen] Diamant". Ein anderer Heiliger, Gangagir, nannte ihn einen [spirituellen] Juwel. Sri Beedkar Maharaj verehrte Sai Baba zutiefst, und als er ihn 1873 traf, verlieh er ihm den Titel Jagatguru. Ebenso zutiefst respektiert wurde Sai Baba von Vasudevananda Saraswati (bekannt als Tembye Swami). Sai of Shirdi wurde ebenso verehrt von einer Gruppe Shaivic Yogis, denen er zugehörig war, bekannt als Nath-Panchayat. Swami Kaleshwar verehrt Sai Baba öffentlich und behandelt ihn als großen Heiligen und seinen eigenen Guru. Für Sathya Sai Baba ist er ein Avatar und seine vorherige Reinkarnation.
Andere Religionen
In der islamischen Kultur erscheint die Person Sai Baba hauptsächlich im Sufismus. Meher Baba erklärte Baba zu einem Qutub-e-Irshad – dem höchsten der fünf Qutubs. Baba wird auch von prominenten Zoroastrier verehrt wie zum Beispiel Nanabhoy Palkhivala und Homi Bhabha und gilt als die populärste nicht-zoroatrianische religiöse Figur, die die Aufmerksamkeit der Zoroastrianer auf sich zog.
In der Kultur
Sakrale Kunst und Architektur
In fast jeder größeren Stadt Indiens gibt es mindestens einen Sai Baba Tempel. Es gibt sogar einige in Städten außerhalb Indiens. In der Moschee in Shirdi, in der Sai Baba lebte, gibt es ein lebensgroßes Portrait von ihm, angefertigt von Shama Rao Jaykar, ein Künstler aus Mumbai. Es wurden zahlreiche Monumente und Statuen mit der Darstellung Sai Babas angefertigt, die religiösen Zwecken dienen. Eine davon, aus Marmor, von einem Bildhauer namens Talim, befindet sich in der Samadhi Mandir in Shirdi, wo Sai Baba bestattet wurde. In Sai Baba Mandirs spielen seine Devotees vielerlei Art religiöser Devotionmusik, wie zum Beispiel Arati.
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Krishna war die achte Inkarnation Vishnus. Als vollständiger Avatar (Purnavatar) war er völlig eins mit dem höchsten Bewußtsein und eine wahre Inkarnation des unendlichen Kosmischen Bewußtseins in menschlicher Form. Jedes Detail seiner Herabkunft birgt tiefe mystische Symbole, die direkt aus der höchsten Wahrheit stammen.
Kamsa hatte Vasudeva und seine Gemahlin einkerkern lassen und herrschte zusammen mit seinem grausamen Minister Chanura. Es war einmal prophezeit worden, daß das achte Kind Devakis, Kamsas Schwester, Vishnu sein und dann seinem Leben ein Ende setzen würde. Furchterfüllt ließ Kamsa alle Neugeborenen Devakis umbringen. In Krishnas Fall gelang es ihm nicht, den göttlichen Willen zu verhindern.
Maya (die Mutter der Illusion) nahm als kleines Mädchen unmittelbar nach der Geburt die Stelle des achten Kindes (Krishna) ein. Später fand Kamsa heraus, daß Gopala, ein Kuhhirtenjunge in Gokula, die Verkörperung Vishnus war. Wiederholt versuchte er, Krishna zu töten. Schließlich tötete Krishna im passenden Moment Kamsa. Krishna wuchs in Gokula als der geliebte Sohn Yasodas und König Nandas auf.
Hari Krishnas Geburt
Krishna inkarnierte sich in Indien als das achte Kind von Vasudeva und Devaki. Er wurde um Mitternacht in einem Gefängnis in Mathura an einem verheißungsvollen Tag (ashtami, der 8.Tag der abnehmenden Mondphase) geboren. Trotz großer Hindernisse brachte Vasudeva den Säugling Krishna nach Gokula (Kuhhirtensiedlung), um ihn vor seinem Onkel mütterlicherseits, Kamsa, in Sicherheit zu bringen.Das Wort "Krishna" bedeutet auf Sanskrit "dunkel" und symbolisiert das höchste Bewußtsein. Traditionsgemäß wird Krishna mit blauer Hautfarbe und mit gelber (peetambara) Kleidung dargestellt. Die gelbe Farbe steht für die Unendlichkeit und ist die Farbe der Erde. Krishnas blauer Körper mit gelber Kleidung stellt daher das reine, unendliche Bewußtsein dar, das sich auf Erden inkarniert, um in seinem begrenzten Körper eine Rolle zu spielen.
Krishna zog die Welt in seinen Bann mit seiner bezaubernden, seelenberührenden göttlichen Musik. Die Flöte repräsentiert unbewegliche Materie. Selbst kann die Flöte keine Musik hervorbringen, aber wenn der Herr darauf spielt, bezaubert sie jeden. Die Löcher in der Flöte versinnbildlichen die Sinnesorgane, Gemüt und Intellekt, durch die sich das Göttliche ausdrückt.
Als Kind offenbarte Krishna seine Göttlichkeit in vielen seinen Taten. Unzählige Geschichten zeigen die göttliche Natur seiner Handlungen:
Die Kinder in Gokula beschwerten sich einmal bei Yasoda darüber, daß Krishna Dreck gegessen habe. In Sorge um die Gesundheit ihres Sohnes, eilte sie zu ihm und wollte ihm gewaltsam den Mund öffnen. Krishna jedoch stellte die Angelegenheit wiederholt in Abrede und verweigerte, seinen Mund zu öffnen. Unter großer Anstrengung gelang es Yasoda schließlich, Krishnas Mund zu öffnen. Schockiert erblickte Yasoda in dem kleinen Mund das Universum in seiner Vielfalt und mit all seinen Merkmalen, die durch Zeit, Natur und Bewußtsein hervorgerufen wurden.
Da sich Yasoda der Wahrheit ihres Kindes nicht verschließen konnte, schloß sie ihre Augen. Dann ließ Krishna sie mit Hilfe seiner göttlichen Kraft den Vorfall vergessen. Sie umarmte ihren geliebten Sohn mit der selben Liebe wie zuvor. Dieser Vorfall offenbart die unendliche Natur von Mahatmas. Er zeigt, wie die ganze Schöpfung wie eine Blase in ihm existiert. Der Vorfall demonstriert auch, wie Gott seinem unschuldigen Anhänger erscheint und seine kosmische Form offenbart. Für Gott spielt es keine Rolle, daß Yasoda eine einfache Kuhhirtin war, dazu arm und des Lesens und Schreibens unkundig. Echte aufrichtige Liebe bringt Gott dem Anhänger nahe.Kamsa, Krishnas grausamer Onkel, gab Putana den Auftrag, Krishna zu vergiften. Sie besaß die Fähigkeit, sich überall hin begeben zu können und jede beliebige Form anzunehmen. Putana nahm die Gestalt eines schönen Milchmädchens an und betrat Krishnas Zimmer. Sie sah den kleinen Krishna schlafen, nahm ihn auf ihren Schoß und reichte ihm ihre Brust. Krishnas durchschaute die Situation voll und ganz. Mit dem Saugen an ihrer Brust entzog er Putana die Lebenskraft und tötete sie dadurch.
Der Herr, immer voller Erbarmen und Mitgefühl, gewährte Putana Erlösung, obwohl sie viele Kinder ermordet hatte. Obwohl es ihre Absicht war, Krishna umzubringen, brachte ihr die Handlung, Krishna ihre Brust zu geben, Befreiung. Die Geschichte zeigt, daß Gott selbst die abscheulichsten Missetaten der Menschen verzeiht und jedem höchste Verwirklichung schenkt.
Die schwarze Schlange Kaliya lebte im Fluß Yamuna (Kalindi). Kaliyas Gift tötete jedes Lebewesen am Flußufer. Die Schlange vergiftete auch das Trinkwasser. In der Absicht, Kaliya loszuwerden, sprang Krishna in den Fluß. Wütend biß die giftige Kaliya Krishna wiederholt und wand sich um seinen Körper. Einige Zeit lag Krishna bewegungslos da. Voller Kummer saßen alle Gopas (Kuhhirten und -hirtinnen) und Krishnas Eltern am Flußufer.
Als Krishna die hilflosen Menschen von Gokula sah, denen das Herz brach, befreite er sich aus der Umschlingung der Schlange und schleuderte sie spielerisch im Kreis. Den Kopf haltend, begann er auf ihr zu tanzen. Der Schlange trat Blut aus Augen und Nase und sie zischte voller Wut. Übersät mit Druckverletzungen von Krishnas Gewicht und schließlich gebrochen, ergab sich Kaliya.
Die ergebenen Frauen der Schlange beteten zu Krishna, ihren Mann freizugeben und sie zu retten. Als er ihre von Herzen kommenden Gebete vernahm, ließ Krishna die Schlange frei und befahl ihr, sofort den Fluß zu verlassen und zum Meer zu gehen. Der Fluß wurde wieder süß wie Nektar. Der Kopf der Schlange versinnbildlicht das Ego des Menschen. Wenn Gott über dem Ego tanzt, verliert die Person das Gefühl von Individualität und geht in das Unendliche ein. Die Schlange Kaliya hat fünf Köpfe, die für die fünf Sinne des Menschen stehen. Nur wenn der Mensch seine fünf Sinne unter Kontrolle bekommt und sich Gott übergibt, wird er frei.
Kamsa, der Onkel Sri Krishnas mütterlicherseits, war ein Tyrann. Ständig heckte er Mordpläne für Krishna aus, da er fürchtete, Krishna würde die Prophezeihung erfüllen und ihn töten. Frustriert darüber, daß alle vorherigen Versuche, Krishna umzubringen, fehlgeschlagen waren, lud Kamsa den zwölfjährigen Krishna zur Zeremonie in seinem Königreich ein. Krishna, der Herr des Universums, nahm die Einladung an, obwohl er wußte, daß die Bewohner Gokulas an der Trennung von ihm leiden würden.
Die Einwohner von Mathura bereiteten Krishna einen freudigen Empfang, ihr König Kamsa jedoch hatte geplant, daß zwei Ringer Krishna bedrohen und töten sollten. Aber es geschah umgekehrt - Krishna tötete sie statt dessen. In einem Wutanfall befahl Kamsa dann, alle unschuldigen Menschen des Königreichs zu töten. Erbost sprang Krishna mit Hilfe seiner göttlichen Kraft auf die Tribüne, wo Kamsa saß und warf ihn nach unten, wodurch dieser den Tod fand. Wie besessen dachte Kamsa Tag und Nacht an Krishna aufgrund seiner Angst, daß dieser ihn eines Tages töten würde. Aufgrund seiner intensiven Konzentration auf den Herrn, befreite Krishna ihn aus dem Kreislauf von Leben und Tod.
Sudama war ein Kindheitsfreund Sri Krishnas. Sie wurden beide vom selben Lehrer unterrichtet. Sudama strebte nie nach weltlichen Errungenschaften. Ihm war nur wichtig, sich Gott zu geben. Er liebte Krishnas von ganzem Herzen und mit ganzer Seele. Sudama war ein Brahmane, der sich in den Veden sehr gut auskannte. Er beherrschte seine Sinne vollständig und blieb stets friedlich. Als Haushälter verließ er sich für den Unterhalt seiner Familie ganz auf Gott. Diese Haltung brachte seine Frau und Kinder unter Druck, die in den Klauen der Armut lebten. Entmutigt schickte Sudamas Frau ihn zu Krishna, in der Hoffnung, dieser würde ihnen aus der Armut heraushelfen.
Sie hatten nichts, was sie Krishna anbieten konnten. Aber Sudamas Frau war entschlossen; sie erinnerte sich daran, daß Krishna gern Reisflocken aß. Sie borgte sich eine Hand voll bei ihrer Nachbarin und gab sie Sudama als Gabe für Krishna mit. Sri Krishna hieß Sudama willkommen. Obwohl er nun König geworden war, erinnerte er sich gut an seinen Kindheitsfreund. Liebevoll umarmte er Sudama und bat um die Gabe, die seine Frau mitgeschickt hatte. Als er sich daran erfreute, sagte er: "Jede mit Liebe gegebene Gabe ist mir lieber, als die größte, die ohne Liebe dargeboten wird." Nachdem er einige glückselige Tage beim Herrn verbracht hatte, kehrte Sudama mit den süßen Erinnerungen der mit Krishna verbrachten Zeit heim.
In seiner Hingabe hatte Sudama sogar vergessen, seine Armut zu erwähnen. Als er heimkehrte, fand er jedoch ein stattliches Haus statt seiner kleinen Hütte vor. Krishna segnete seine Familie mit Wohlstand, ohne daß Sudama darum bitten mußte. Der durch und durch mitfühlende Krishna ergoß seine Liebe und Hilfe über den demütigen Sudama und seine Frau, aufgrund seiner völligen Ergebenheit und makellosen Hingabe. In der Bagavad Gita sagt Krishna: "Selbst ein Blatt, eine Blume oder Wasser sind mir lieb, wenn sie mit wirklicher Liebe und Hingabe dargeboten werden."

Alle Gopis von Brindaban entschlossen sich einmal, die Göttin Katyayani einen ganzen Monat lang zu verehren; begonnen werden sollte mit dem täglichen morgendlichen Bad. Sie hatten vor, die Göttin Katyayani zu bitten, den jungen, göttlichen Gopala (Krishna) ihnen zum Gemahl zu geben. Am letzten Tag dieser einmonatigen Anbetung erschien Krishna den Gopis und sagte: "Oh, ihr keuschen und reinen Mädchen! Ich kenne eure Herzenswünsche und Gedanken. Ich erfülle eure Wünsche; ihr werdet euch in den kommenden Wochen und Monaten an meiner Gegenwarterfreuen können." Der Herbst kam und Jasminblüten gingen auf. Die Gopis sehnten sich nach ihrem Herrn. Schließlich entschloß sich Krishna, seine Versprechen zu erfüllen, und er spielte melodiös auf seiner Flöte.
Erregt durch göttliche Leidenschaft, eilten die Gopis zu Krishna. Als er die Gopis sah, riet er ihnen zunächst, zu ihren Heimen und Pflichten zurückzukehren. Sie lehnten ab, und tieftraurig baten die Gopis den Herrn, sie nicht im Stich zu lassen. Sie eröffneten Krishna, daß er für sie der Herr sei, der höchste Gott, ein Freund, die universale Seele und ihr Liebster. Bewegt durch ihre unschuldigen und aufrichtigen Bitten, lächelte Sri Krishna und begann, aus Mitgefühl mit ihnen zu spielen. Die Gopis fühlten sich durch Gott geehrt und erlaubten Stolz in ihre Gedanken einzuschleichen. Sie glaubten sogar, sie müßten die besten Frauen der Welt sein, wenn Gott mit ihnen spielte. Um Demut zu fördern, verschwand Sri Krishna.
Tief bekümmert weinten die Gopis endlos, bis sie in Ekstase begannen, den Herrn nachzuahmen und zu handeln, alsseien sie er selbst. Sie gingen von Ort zu Ort und erkundigten sich bei den Bäumen und anderer Vegetation nach ihrem geliebten Krishna. Als das Leid und der Schmerz der Trennung noch tiefer wurden, erschien Krishna vor ihnen und sagte: "Ich wollte, daß euer Bewußtsein ununterbrochen auf mich gerichtet ist, so wie die Gedanken der weltlichen Menschen stets bei weltlichen Reichtümern weilen". Deshalb entzog ich mich eurem Anblick. Zur Freude der Gopis begann der Herr sein göttliches Spiel, den Rasa Krita. Dabei wurde der eine Sri Krishna zu einer Vielzahl durch sein Yoga-Maya (göttliche Illusion). Er plazierte sich zwischen jedweils zwei Gopis im Kreis. Jede Gopi meinte, Sri Knishna sei nur an ihrer Seite.
Die Gopis drehten und drehten sich im Kreis mit maßvollem Schritt und anmutigen Handbewegungen zu melodiöser Musik mit Hörnern und Trommeln. Nicht nur, daß Krishna während des Tanzes einer jeden Gopi erschien, sondern es erschien auch jeweils eine zweite Gopi in deren Heim. Manche bezweifeln, daß es notwendig war, daß der Herr demRasalila frönt, insbesondere da Krishna erst 12 Jahre alt war und die Gopis älter als er waren. Von der Flöte erklang das OM, das die innewohnende Göttlichkeit dieser fortgeschrittenen Seelen anregte, die sich danach sehnten, dem Herrn, dem höchsten Wesen, nahe zu sein. Dieses Privileg resultierte bei den Gopis aus der Ansammlung von Verdiensten der Seelen aus vielen Inkarnationen durch viele spirituelle Praktiken und Verzichtsübungen.
Krishna teilte sich nicht nur auf alle Gopis auf, sondern schuf auch von jeder Gopi eine zweite, die er in deren Heim erscheinen ließ. So wie Feuer unterschiedslos alles verschlingt, ob gut oder schlecht, weich oder hart, und wie Shiva tödliches Gift schluckte, so sind die Handlungen von befreiten Seelen unnachahmlich. Das ganze Anliegen des Herrn war, die Wünsche seiner Anhänger zu erfüllen. Von ihm geht absolutes Erbarmen und Mitgefühl aus; er ist die Quelle allen Friedens und aller Freude. Er ist Paramatma (höchstes Selbst) und Paramananda (höchste Glückseligkeit). Krishna hatte nicht für sich selbst ein Bedürfnis für Spiele, sondern er kam liebevoll den Wünschen der Gopisentgegen.
Aus der Bhagavad Gita:
Krishna besuchte den Palast der Kauravas in der Hoffnung, eine Einigung zwischen den Pandavas und den Kauravas zu erzielen. Aber der Versuch schlug fehl. Die Rivalen standen sich auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra gegenüber (dem Ort des Mahabharata-Krieges). Arjuna betrachtete seine Brüder, seine Familie und Freunde, die ihm als Feinde gegenüberstanden. In dem Wissen, daß er sie töten würde, wenn er die Schlacht schlug, legte Arjuna seine Waffe nieder und verweigerte den Kampf. An dieser Stelle gab Krishna Arjuna seine profunden Ratschläge, die in der Bhagavad Gita verzeichnet sind.
Die fünf Pandavas (die Rechtschaffenheit repräsentieren) und die hundert Kauravas (die das Unrecht symbolisieren) bestritten den Mahabharata-Krieg.
Die Kauravas eigneten sich das Königreich gewaltsam an, indem sie die Pandavas bei einem Würfelspiel betrogen. Gemäß der Bedingungen des Spiels wurden die Pandavas 12 Jahre ins Exil geschickt, dazu ein Jahr in völliger Verkleidung. Aber selbst nach dem dreizehnten Jahr, nachdem alle Exilbedingungen erfüllt worden waren, verweigerten die Kauravas die Rückgabe des Königreiches an die Pandavas. Der Cousin der Pandavas und Kauravas, Sri Krishna, kämpfte nicht aktiv, sondern wurde Arjunas Wagenlenker, der ihn sicher durch den Krieg führte.

Der Herr riet Arjuna, seine Pflicht zu erfüllen und den Kampf losgelöst vom Ergebnis zu führen, seine Werk Gott darzubringen und die Ergebnisse Gott zu überlassen. Um Arjuna mit vollständigem Wissen zu segnen und ihn ohne jeglichen Zweifel zu überzeugen, offenbarte Krishna ihm seine kosmische Gestalt mit den Worten: "Immer, wenn die Rechtschaffenheit verfällt und falsche religiöse Werte zunehmen, dann, oh Sohn Bharatas, inkarniere ich mich. Die fünf Pandava-Brüder repräsentieren die wenigen guten Eigenschaften im Menschen. Die hundert Kaurava-Brüder stellen die große Anzahl der negativen Kräfte im menschlichen Leben dar. Gott unterstützt immer Dharma, bzw. Rechtschaffenheit. Die Mahabharata versinnbildlicht den Krieg im Bewußtsein des Menschen, in dem gute und schlechte Eigenschaften vorhanden sind. Die weiße Farbe Arjunas steht für reine, bzw. sattvische Eigenschaften. Der von den fünf Pferden gezogene Wagen symbolisiert unseren Körper und die fünf Sinne.
Arjuna zögerte, Krieg zu führen gegen seine nahen Verwandten, wie seinen Guru, seinen Großvater, seine Onkel und Cousins. So entstanden in seinem intelligenten Geist Argumente, der Aufforderung Gottes, für das Dharma (Rechtschaffenheit) zu kämpfen, nicht zu folgen. Der Herr lehrt hier Arjuna, sich dem Krieg zu stellen und nicht wegzulaufen. Krishna zeigte, daß man zwar von einem Schlachtfeld fliehen kann, nicht aber vor sich selbst.
Ähnlich ist es möglich, eine Zeitlang das Gewissen zu ignorieren, jedoch kann man ihm niemals entkommen. Wirmüssen daher unsere negativen inneren Eigenschaften bekämpfen, indem wir den Herrn oder das Göttliche als unseren Wagenlenker und Führung wählen, bis wir Selbstverwirklichung erreichen. Als Satguru weist Sri Krishna seinem Jünger Arjuna den richtigen Weg. Er sagt Arjuna, daß es seine Pflicht sei, wie ein tapferer Krieger zu kämpfen als Repräsentant rechter Werte. Als Kshatriya entsprach es seiner Pflicht zu kämpfen, nicht als die Person Arjuna, sondern als Repräsentant der Rechtschaffenheit gegen Unrecht.

Quellenangabe: www.Yoga-Vidya.de
2 Kommentare zu “Wer ist Krishna?”
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Thomas D unterstützt 9 Fingers for Tibet
0 Comments Published by Madhukar Organisation on Donnerstag, 8. Mai 2008 at 08:17.
Ist es möglich, als Sportler, Zuschauer oder Journalist an den Olympischen Spielen in Peking teilzunehmen und trotzdem Solidarität mit dem geknechteten Tibet zu zeigen? Diese Frage plagt Athleten und Sportbegeisterte derzeit in aller Welt.Die Lösung des Problems kommt jetzt aus München, sie ist wortlos und doch aussagekräftig: Der 34-jährige Werbefachmann Marc Strotmann hat sich ein simples Symbol ausgedacht, mit dem China die internationale Meinung gesagt werden kann. „Alles, was man dazu braucht, sind zwei Hände.“ Vier Finger der einen Hand bedeuten „Free“ und fünf der anderen „Tibet“. Das muss sich jetzt nur noch rund um den Globus rumsprechen
Thomas D unterstützt diese Aktion!! Weitere Informationen findet Ihr unter:
http://www.9fingersfortibet.com/

Labels: Tibet

rad! i love it - oh arunachala! i just put up my trailer video there's a little shot of ramana but no arunachala - it'll hav to be next one
Beloved,
Thank you soo
Barak
The whole hill is sacred. It is Siva himself. Just as we identify ourselves with a body, so Siva has chosen to identify himself with his hill. Arunachala is pure wisdom (jnana) in the form of a hill. It is out of compassion to those who seek him that he has chosen to reveal himself in the form of a hill visible to the eye. The seeker will obtain guidance and solace by staying near this hill.
...you always find the right words.
Love, rama
"I have seen a wonder, a magnetic hill that forcibly attracts the soul. Arresting the activities of the soul who thinks of it even once, drawing it to face itself, the One, making it thus motionless like itself, it feeds upon that sweet [pure and ripened] soul. What a wonder is this! O souls, be saved by thinking of this great Arunagiri, which shines in the mind as the destroyer of the soul [the ego]."
Bhagavan Ramana Maharshi
What a great little film you have created.Wonderful, pukka, Bahut bhariya hai (very excellent) .A blessing to see all these beautiful faces too.
Grazie!
truly amazing grace,...
om namoh bhagavate shree arunachala shiva !
splendid, superb,...thank you !!!!!
rama
watching and hearing this was the most beautiful experience. so very very lovely xxx
yes, thankyou x
YESSSSSSS!! Beautiful vid! Thank you.....
sehr verehrter madhukar, geliebter madhukar,
ja ein wunderschönes lied ein wunderbares kleines video.
das erste mal hörte ich das lied bei ihnen im satsang und es rührte , erschütterte mich zu tränen. auf youtube fand ich es vor ein paar wochen, und jetzt taucht es auch hier auf. ein schauer läuft durch den körper, die arme strecken sich in die luft und ich kann es wieder und wieder hören. ich liebe sie, möchte ich sagen, ängstlich und verunsichert noch ob es denn auch wahr ist. weiß ich es und erfahre es noch nicht, ich liebe sie, ich möchte sie lieben, ich möchte auf immer mit ihnen vereinigt sein. komme noch was wolle, freiheit, liebe, glückseligkeit, DAS wird es sein worauf ich ausgerichtet bleibe. andernfalls habe ich mein leben vergeudet. in dankbarkeit und
unwissenheit.
ihr bernd
Liebster Madhukar. Wie schön.... Seit dem letzten Satsang in München, wo mir bei diesem Lied das Herz aufging und die Tränen herunterliefen, bin ich tief verbunden damit. Und es kommt auf so verschiedenen Wegen zu mir bzw. ich zu ihm, dass es eine reine Freude ist. Und nun auch hier :-) Tausend Dank für dieses wundervolle Geschenk der Stille. Deeply in love with the whole universe. Noemie
Bellissimo. Grazie Madhukarji, grazie Arunachala.
Angela