Erfahrungsbericht: Retreat Friedensglühen in Kißlegg

Ein Bericht von Angela
Friedensglühen

Am ersten Tag gab es dieses Mal etwas ganz Besonderes: Madhukarjis Geburtstag! Ob er wohl mit uns feiern würde? Ja, Madhukarji hat mit uns gefeiert – einen wunderschönen Satsang voller Kraft und Stille!

Eine Geburtstagsfeier war für ihn nicht angesagt: Er wies uns vielmehr darauf hin, dass Devotees und Anhänger um ihre Gurus / Meister nach und nach immer mehr Rituale entwickelt und zelebriert hätten, die vom Eigentlichen abgelenkt und weggeführt hätten, so dass schließlich Religionen entstanden seien, die mit dem Ursprünglichen, Wahren wenig bis nichts mehr zu tun hätten.

Das Retreat Friedensglühen ist ein Stille-Retreat. Auf das Schweigen freue ich mich immer ganz besonders. Es ist sehr, sehr segensreich! Es hilft mir, bei mir zu bleiben, mich nicht im Außen zu verzetteln. Wenn die vermeintlichen, diversen Probleme oder Erfahrungen mit Beruf, Beziehungen, Familienangehörigen, Krankheiten und dergleichen nicht diskutiert oder breit geredet werden können, verlieren sie sehr schnell an Gewicht, werden klein(er), manche verschwinden ganz. Weil ihnen der Nährboden entzogen wird. Stattdessen kann ich nach innen sehen, die Aufmerksamkeit auf das Selbst, auf Selbstergründung richten. Und es gibt ja auch die Möglichkeit, im Satsang darüber zu sprechen…

Freitagnachmittag wartete eine Überraschung auf uns: Madhukarji unternahm mit uns eine kleine Wanderung – bei strahlend blauem Himmel und im warmen Sonnenschein!
In Stille zu den Füßen des Meisters zu sitzen, ist für mich das Schönste. Dabei auch noch die Natur genießen zu können – einfach unbeschreiblich!

„ES MÖGE FRIEDEN SEIN UNTER ALLEN MENSCHEN, ALLEN LEBEWESEN IM UNIVERSUM.“

Dieser Friede begleitete mich auch am Samstagnachmittag nach dem Satsang in ein Café, wo ich mich hinsetzte, um die letzten Strahlen der untergehenden Sonne zu genießen. Meine Bestellung zu erhalten, war eine Sache für sich: Die Serviererin kam sich zunächst voll verschaukelt vor, als ich mit stummen Gesten nach der Karte verlangte. Sie rauschte beleidigt davon, besann sich dann eines Besseren und kam wieder zurück. Ich signalisierte ihr, dass ich nicht sprechen könne, erntete einen sehr mitleidigen Blick und hatte in der Folgezeit die netteste und zuvorkommendste Bedienung.

Ein amüsantes Erlebnis, das mich nachdenklich stimmte: Es gibt Menschen, die dauerhaft (taub-)stumm sind. Wie oft mögen sie auf Unverständnis, Ungeduld und Unmut stoßen?
Wie selbstverständlich erscheint es mir, sprechen und mich damit verständlich machen zu können. Es ist nicht selbstverständlich! Wie wenig dankbar bin ich für all das scheinbar Selbstverständliche, das mir gegeben ist oder mir im Leben begegnet. Stattdessen schiele ich immer wieder auf das, was mir (vermeintlich) fehlt und werde unzufrieden … Danke, danke für diesen wertvollen Hinweis.

Am Sonntag endete das Retreat wie es begonnen hatte: mit einem wunderschönen, kraftvollen und sehr, sehr stillen Satsang. Ohne Worte, einfach nur unbeschreiblich.

Jai MADHUKARJI Jai Jai MADHUKARJI

Auf Wiedersehen in Indien
Und für immer im Herzen
In ewiger Liebe und Dankbarkeit
angela

Ein zusätzlicher Bericht von Ariane:

„Friedensglühen“ glüht immer noch und immer wieder

Ich bin voller Dankbarkeit für mein erstes Retreat mit Madhukar, dankbar für soviel Liebe, Schmelzen, Stille, Hingabe.

Zeitgleich damit tauchen immer wieder Unabhängigkeitsbestrebungen, alte Schatten etc. auf, die sich mit den Fragen „wer bin ich?“ und „wer sieht?“ in Nichts auflösen, um dann wieder im „Friedensglück“ zu landen. Die Klarheit und Einfachheit dieser Methode faszinieren mich und ich prüfe sie weiter…

Unendlicher Dank für soviel Gnade, Segen und Glück
Ariane

Leave a comment


Name*

Email(will not be published)*

Website

Your comment*

Submit Comment

WP-SpamFree by Pole Position Marketing