Erkenntnis ohne Anleitung

Erkenntnis ohne Anleitung. Erfahrungsbericht Yoga der Stille mit Madhukar in Ulm. Madhukar, Gründer des Yoga der Stille und moderner Advaita-Meister ist es ein besonderes Anliegen, Frieden durch Stille erlebbar zu machen.

Erfahrungsbericht Yoga der Stille

Jürgen war Ende Mai das erste Mal im Yoga der Stille mit Madhukar – in diesem Fall in Ulm. Er hat für uns  in Worte gefasst, was er dort erlebt hat:

Es wird etwa im September letzten Jahres gewesen sein, als ich das erste Mal bei RamDas davon hörte. Yoga der Stille – Erkenntnis finden durch Schweigen. Wie? Einfach so, nur durch Schweigen? Ohne Anleitung? Für mich, der ich als Coach, Trainer und Berater tätig bin, unvorstellbar. Kein Training ohne ausgefeiltes Konzept, ohne detaillierte Trainingsdesigntabelle, im Coaching verwende ich Fragetechniken…

Ich war fasziniert! Und ich war neugierig und wollte mehr wissen…

Vorletzten Samstag ergab sich dann endlich die Gelegenheit ausführlicher mit RamDas zu sprechen und wie sich herausstellte, sollte direkt am nächsten Tag ein Termin in Ulm sein. Nur kurz dachte ich nach, bevor ich spontan beschloss mitzugehen. Ich wollte es selbst erleben…

Also fuhr ich mit nach Ulm, wo ich – netter Zufall – geboren wurde und das meine Heimatstadt ist.

Als erstes gleich, schon von den Begrüßungen an, berührt mich der sehr wertschätzende und liebevolle Umgang der Teilnehmer untereinander.

Keine Anleitung, also schaue ich und mache einfach mal so mit, was die anderen machen. Sehr freundliche Unterstützung erhalte ich allerdings schon, so den Hinweis, mich bei meinem ersten Mal eher nach vorne zu setzen und mir dazu schon mal ein Sitzkissen zu belegen.

Dann ist also die erste 45minütige Schweigesitzung. Mit Madhukar, der eine unglaublich starke Präsenz und sehr liebevolle und positive Ausstrahlung hat. Am Ende sagt er dann doch ein paar Worte. “Dankbarkeit” bleibt bei mir hängen, dass es darum geht dankbar zu sein…

Sehr intensiv und angenehm erlebe ich die langen Blickkontakte, wenn er einzelne Teilnehmer – auch mich – anstrahlt, was ich gar nicht anders bezeichnen kann. Gut, vorne zu sitzen…

Nach der Mittagspause ist dann die zweite 45minütige Schweigesitzung, in der wir nun unser wahres Ich, das nicht unser Alltags-Ich ist, erspüren sollen.

Dann ist Madhukar auch schon wieder weg…

Und ich bin froh, dass sich meine beiden größten Befürchtungen nicht erfüllt haben. Ich bin nicht eingeschlafen und in meinem Kopf hat es tatsächlich nicht pausenlos weitergedacht sondern bin ich schön zur Ruhe gekommen. In der zweiten Sitzung bekam ich sogar eine Idee, zumindest eine Spur zu meinem wahren Ich. Kann das sein?

Auf der Heimfahrt stelle ich wieder Fragen. Als analytischer Mensch will ich verstehen, aber es scheint sich wohl nicht erklären zu lassen. Jedoch sei ich nun gesegnet! Aha, und woran merke ich das, wodurch und wann ist das passiert, frage ich mich – allerdings schon nicht mehr laut, denn irgendwie spielt es keine Rolle, da es sich einfach gut anfühlt, auch ohne Erklärung!

Eine Woche später denke ich immer noch an das Yoga der Stille.

Und habe den Eindruck, dass sich mein Denken und Erleben irgendwie verändert hat. Ich komme mir bewusster vor, dankbarer, habe das Gefühl auf Wesentliches zu fokussieren und dadurch mehr inneren Frieden und Zufriedenheit zu empfinden. “Irgendetwas” scheint funktioniert zu haben.

Danke RamDas für den Impuls und die Einladung, Danke Madhukar für die Stille!

Jürgen

This post is also available in: Englisch

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